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An annual gathering to build cohesion and a common strategy for a diverse network
Global Assembly: Die Mitgliedervollversammlung von IofC
Kohesion und gemeinsame Strategien in einem vielfältigen Netzwerk

Global Assembly: IofC-Mitgliedervollversammlung

Initiativen der Veränderung International muss der jährlich stattfindenden Mitgliedervollversammlung, der sogenannten Global Assembly, Rede und Antwort stehen.

Sie dauert 2-3 Tage und setzt sich aus bis zu zwei Vertretern jeder Mitgliedsorganisation zusammen (auch wenn jedes Mitglied nur eine Stimme hat). Die Versammlungen werden vom Präsidenten von Initiatives of Change International oder seinem Vertreter geleitet und die Tagesordnung wird vom Internationalen Rat festgelegt.

Die Mitgliederversammlung bringt Kohesion in ein vielfältiges Netzwerk und formuliert gemeinsame strategische Schwerpunkte für Initiatives of Change. Zu den Hauptaufgaben der Mitgliederversammlung zählen die Wahl eines Präsidenten und der Mitglieder des Internationalen Rates. Weitere Aufgaben sind die Verabschiedung des Jahresberichts, des Finanzabschlussberichts und des Budgets für das kommende Jahr.

Rob Corcoran lead a History Timeline Session looking over the history of IofC

Aus der Vergangenheit lernen

Bei der Jahresvollversammlung 2012 kamen rund 100 IofC-Vertreter aus aller Welt in Caux zusammen, um sich über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bewegung Gedanken zu machen. Während IofC immer den Einzelnen ermutigt hat, sich ehrlich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen, um Veränderung zu ermöglichen, wurde dieser Prozess nicht immer auf organisatorischer Ebene durchgeführt. Rückblickend auf die fast 80-jährige Geschichte der Bewegung erhielten die Teilnehmenden viel Zeit, sich mit dem Thema "Aus der Vergangenheit lernen" auseinanderzusetzen, eine Vergangenheit, in der es viel Grund zur Freude gab, in der aber auch Fehler gemacht wurden. Die folgenden Abschnitte sind eine Zusammenfassung dieses Reflexionsprozesses.

"In unserer gemeinsamen Geschichte gab es ganz deutlich Zeiten tiefer Gemeinschaft und unglaubliche Momente der Selbstlosigkeit, als diese Bewegung der Veränderung Einzelpersonen und Nationen beeinflusste. Es gab aber auch Zeiten der Spaltung, der Uneinigkeit und der Verfälschung."

Omnia Marzouks Ansprache und Zugeständnis als Präsidentin von IofC International und im Namen des internationalen Rates war einer der Höhepunkte der 24-stündigen umfassenden und beeindruckenden Reise durch die Geschichte der Bewegung, die anfänglich unter dem Namen Oxford Group und später als MRA bekannt war und und jetzt den Namen Initiativen der Veränderungen trägt.

"Ich gebe zu, dass Fehler gemacht wurde, die in gewissen Momenten einen tiefen Einfluss auf das Leben von Menschen hatten.", sagte sie weiterhin. "Wir möchten nicht die Schuld abschieben. Unter denselben Umständen hätten wir vielleicht dieselben Fehler gemacht. Und unter anderen Umständen haben wir viele eigene Fehler gemacht! Trotzdem müssen wir zu unserer Vergangenheit stehen, wenn wir die Lektionen, die daraus entstanden sind, lernen wollen und wenn wir die Heilung, nach der wir uns sehnen, finden wollen. Indem wir zu der Vergangenheit stehen und aus ihr lernen wenden wir uns auch stärker der Gegenwart zu und können unsere zukünftigen Aufgaben mit neuer Zuversicht, Leidenschaft und neuem Engagement angehen."

Der Prozess des Lernens aus der Vergangenheit begann mit einer Abendveranstaltung mit Pierre Spoerri, Digna Hintzen und Philippe Lasserre, drei IofC-Pionieren, die persönliche Einsichten aus ihrem lebenslangen Engagement mit IofC weitergaben.
 

 

Der Abend handelte von Glauben, Engagement und Opfern als notwendige Zutaten, um einer Vision zu folgen, die über das eigene Leben hinausgeht. Kontext war eine Welt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Pierre Spoerri erinnerte sich an sein Engagement in den 1940er Jahren und seine Überzeugung, persönliches Handeln sei notwendig. "Was (die MRA) auf sich nahm, war so gross, dass halbherzige Entscheidungen nicht mehr adäquat waren." Digna Hintzen sprach von einem ähnlichen Gefühl. "Ich reagierte auf die Herausforderung, dass Gott einen Plan für die Welt und jeden einzelnen Menschen hat...ich fand es spannend zu denken, dass ich von Gott als Instrument benutzt werden könnte, um die Welt neu zu gestalten."

 


 

Am folgenden Morgen absolvierte die gesamte Vollversammlung unter der Moderation von Rob Corcoran, Direktor von IofC USA, einen "Gang durch die Geschichte". Die Gruppe entwarf vor dem Hintergrund des damaligen Weltgeschehens eine historische Zeitleiste mit den wichtigsten Ereignissen in der Geschichte von IofC. Eine weitere Dimension wurde mit hinzugefügt,als Ereignisse, interne Entscheidungen und Praktiken unter die Lupe genommen wurden, die eine Kultur des Vertrauens, der Ehrlichkeit, des Willkomens und des Wachstums schufen bzw. die Vertrauen missbrauchten, Spannungen aufwarfen und Verletzungen schufen. Im Laufe dieses Prozesses wurde gelacht, geweint und auf manches wurde auf mit Stolz zurückgeblickt, als ein Licht auf den immensen Einfluss der 80-jährigen Geschichte von IofC geworfen wurde.

 


 

Im Anschluss an die Auflistung wichtiger Ereignisse und Ergebnisse nahmen sich die Anwesenden Zeit, die Lektionen herauszuarbeiten, die durch dieser einzigartigen und vielfältigen gemeinsamen Erfahrung entstanden waren. 

Fünf Menschen, die jahrzehntelang bei IofC mitgearbeitet hatten, sprachen im Anschluss daran über schmerzhafte Erfahrungen dieser Zeit. Sie ersparten de Anwesenden nichts. Ihre Berichte gingen tief zu Herzen und ihre Ehrlichkeit und Verletzlichkeit bewegte viele.

Zum Abschluss der Veranstaltung sprach Omnia Marzouk von der Herausforderung, nach einem provokativen, emotionalen und ehrlichen Tag des Rückblicks nach vorne zu blicken. "Unsere Aufgabe geht weiter: der Welt gemeinsam mit anderen die Hoffnung persönlichen Wandels und Inspiration zu bringen, die über menschliche Fähigkeiten hinausgehen und soziale und globale Themen beeinflussen. Jeder wird dabei gebraucht und wir bitten, dass Heilung oder Befreiung oder neue Einsichten gesucht und weitergegeben werden, all dies mit einem Geist der Akzeptanz und Vergebung, nach denen sich unsere Herzen seit langem sehnen. Kann jeder von uns tief im Inneren Mitgefühl, Grosszügigkeit, Vergebung und Gnade finden, um zusammen weiterzugehen und unsere gemeinsame Mission zu erfüllen?"

Fotos: Charlotte Sawyer