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Hilfe bei Spannungen zwischen Alto Adiges italienisch- und deutschsprachigen Volksgruppen

Alto Adige oder Südtirol ist eine ehemalige österreichische Provinz, die 1919 an Italien abgetreten wurde. In den 1950er Jahren stieg die Spannung zwischen der deutschprachigen Minderheit der Provinz und der italienischen Verwaltung und brachte Österreich dazu, die Angelegenheit den Vereinten Nationen vorzulegen. Bevor jedoch das Problem gelöst werden konnte, kam es zu einer Welle von Gewalttätigkeiten. Extremistische Elemente verübten rund 300 terroristische Angriffe - meist auf Sachgegenstände, es kam jedoch auch  zu mehreren Todesfällen.

In dieser Situation reiste an Pfingsten 1968 eine gemeinsame Gruppe von italienisch- und deutschsprechenden Delegierten ins IofC-Konferenzzentrum nach Caux/Schweiz. In den darauffolgenden 18 Monaten kamen noch sechs weitere Delegationen. Auf dem Podium kam es zu einer ergreifenden Szene, als mehrere Menschen der Region darüber sprachen, was sie gelernt hatten. Unter ihnen waren der deutschsprachige Präsident der Provinzregierung von Bozen (Südtirol), M. Silvius Magnago und der italienischsprachige Vizepräsident des Regionalrats von Trentino-Alto Adige Armando Bertorelli, der als Geste seines guten Willens auf deutsch sprach. Magnago antwortete: "Nach allem, was wir in Caux erfahren haben, bin ich überzeugt, sollten wir uns in Verhandlungen treffen, wird unsere Freundschaft die bitteren Worte von gestern übertreffen."

Drei Jahre später im Jahre 1971 stimmte das Parlament von Italien und Österreich einem "Pake" von Abkommen zu, das die Autonomie der Völkergruppen und die Rechte der Minderheiten garantierte. 1992 beendet eine Abstimmung im österreichischen Parlament offiziell den Streit. Die Bozener Ausgabe der italienischen Tageszeitung Il Giorno schrieb 1969: :"Es lohnt sich, sich daran zu erinnern, dass unsere Provinz durch die Hilfe, die diese Bewegung Politikern beider Volksgruppen bei Treffen in Caux erwiesen hat, enge Verbindungen mit der Moralischen Aufrüstung (wie IofC damals genannt wurde) hat. Das Ergebnis waren veränderte Einstellungen, die es möglich machten, eine Lösung für Alto Adiges Probeme zu finden."

Weitere Informationen hierzu  in "The Forgiveness Factor", von Michael Henderson.

IofC in Kürze

Initiativen der Veränderung (Initiatives of Change/ IofC) ist eine internationale Bewegung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, die sich für eine Veränderung der Gesellschaft einsetzen. Diese Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen und basiert auf der Veränderung von Beweggründen und persönlichen Verhaltensweisen.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen zu inspirieren, auszurüsten und miteinander in Kontakt zu bringen, um die Bedürfnisse dieser Welt in den Bereichen Vertrauensbildung, einer ethischen Führungskultur und einem zukunftsfähigen Lebensstil anzugehen. Dabei fängt Veränderung bei jedem Einzelnen an.

 

Omnia Marzouk, Präsidentin, IofC International
"Nichts kann auf Dauer geschaffen werden ohne das Verlangen von Menschen, ihr Leben zu verändern und die Veränderung, die sie sich für die Gesellschaft erhoffen, als Beispiel vorzuleben."