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Die 1950er Jahre: Die Politik des demütigen Herzens in Japan

Eine Kommentatoren gehen immer noch davon aus, die Japaner hätten sich nicht genügend für die Grausamkeiten während des Zweiten Weltkriegs entschuldigt. Aber in den 1950er Jahren unternahmen Japaner, die an den IofC-Konferenzen in Caux,/Schweiz teilnahmen, beträchtliche Bemühunge, um die Beziehungen zu ihren ehemaligen Feinden wieder herzustellen.

Japanische Caux-Delegation (Foto: Arthur Strong)Japanische Caux-Delegation (Foto: Arthur Strong)

Im Juni 1950 kamen 70 Japaner nach Caux. Es war die bedeutendste Gruppe, die Japan nach dem Krieg im Ausland vertrat. Unter ihnen waren sieben Provinzgouverneure, sechs Mitglieder der grossen politischen Parteien und die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki. Mitglieder dieser Delegation entschuldigten sich bei den USA, Australien und mehreren asiatischen Ländern. In den Fünfziger Jahren wurde der japanische Premierminister Kishi für seine "Politik des demütigen Herzens" bekannt und besuchte Hauptstädte Asiens, umsich für die Grausamkeiten zu entschuldigen, die die Japaner während des Krieges begangen hatten.

1955 entschuldigte sich der Parlamentsabgeordnete Niro Hoshijima als Vertreter von Premierminister Kishi im Namen der japanischen Regierung beim Volk der Philippinen. "Japan sollte Kriegsreparationen bezahlen.", sagte er. "Aber diese Reparationen sind nicht genug. Wir bitten demütig um Vergebung für die Vergangenheit. Bitte vergeben Sie uns." Die Kriegsreparationen wurden bezahlt.

Weitere Informationen können in dem Buch "Japan's Decisive Decade - How a Determined Minority Changed the Nation's Course in the 1950s" von Basil Entwistle (Grosvenor Books, 1985) nachgelesen werden.

IofC in Kürze

Initiativen der Veränderung (Initiatives of Change/ IofC) ist eine internationale Bewegung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, die sich für eine Veränderung der Gesellschaft einsetzen. Diese Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen und basiert auf der Veränderung von Beweggründen und persönlichen Verhaltensweisen.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen zu inspirieren, auszurüsten und miteinander in Kontakt zu bringen, um die Bedürfnisse dieser Welt in den Bereichen Vertrauensbildung, einer ethischen Führungskultur und einem zukunftsfähigen Lebensstil anzugehen. Dabei fängt Veränderung bei jedem Einzelnen an.

 

Omnia Marzouk, Präsidentin, IofC International
"Nichts kann auf Dauer geschaffen werden ohne das Verlangen von Menschen, ihr Leben zu verändern und die Veränderung, die sie sich für die Gesellschaft erhoffen, als Beispiel vorzuleben."