Kambodschanische Renaissance
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Kambodschanische Renaissance

23 Jahre Bürgerkrieg, gefolgt von Völkermord und ausländischer Besatzung, hatten zwischen 2 und 3 Millionen Todesopfer in Kambodscha gefordert. Lange vor dem Abkommen von Paris im Jahre 1991, das dem Land eine Rückkehr zum Frieden erlaubte, hielten Teams von Initiatives of Change in Frankreich, Australien und den Vereinigten Staaten umfassende Kontakte mit Kambodschanern im Exil aufrecht. Aus diesen Kontakten ergaben sich Anfragen, Fortbildungen für Kambodschaner zu Themen wie "Wie vergibt man?", "Die moralische und geistliche Grundlage für Demokratie", "Wie widersteht man Korruption?" zu organisieren. Viele dieser Trainingsprogramme fanden im IofC-Konferenzzentrum in Caux/Schweiz statt. Später entschieden sich mehrere dieser Kambodschaner, in ihr Land zurückzukehren, wo sie wichtige Positionen mit Verantwortung übernahmen. Ihre Erfahrung der Vergebung gegenüber ehemaligen Feinden ermöglichte es ihnen, aktiv bei der Versöhnung mitzuarbeiten.

1992 reisten auf Anfrage von Mitgliedern des kambodschanischen Hohen Nationalrats drei IofC-Teams nach Phnom Penh. Sie hielten 1992 und 1994 mehrere Seminare über die Notwendigkeit, Vertrauen wiederherzustellen, um Frieden und Demokratie aufzubauen, ab. Nationale Führungspersönlichkeiten aus Politik und Religion und Friedensarbeiter aus dem Ausland nahmen daran teil. Diese Versöhnungsarbeit wurde durch die Veröffentlichung von zwei Videofilmen in Khmer unterstützt. Der erste zeigt die Geschichte Irene Laures, einer französischen Resistance-Kämpferin, ihren Kampf, Deutschland zu vergeben und ihre Entschuldigung an die Deutschen führ ihren Hass. Dadurch lieferte sie einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Der zweite Film auf der Grundlage buddhistischer Schriften ist ein mächtiger Aufruf, den Teufelskreis aus Hass und Vergeltung zu durchbrechen.

Mehr dazu im Artikel 'Peacemaker from the Killing Fields über Chea Vanath (Bild oben)