Unterstützung während Kenias Unabhängigkeitskampf

Unterstützung während Kenias Unabhängigkeitskampf

1954 war die Mau Mau-Rebellion gegen die britische Kolonialherrschaft in vollem Gange. Tausende wurden getötet, darunter viele Frauen und Kinder. Jede Grausamkeit führte zu Aufrufen nach Vergeltung und die Gewaltspirale geriet ausser Kontrolle. Als der Colonel des Mau Mau-Rehabilitationslagers in Athi River sich bei den Lagerinsassen für die Arroganz und Selbstsucht von Leuten wie ihm, die den Anstoss zur Rebellion gegeben hätten, entschuldigte und anbot, mit jedem zusammen zu arbeiten, ob schwarz oder weiss, der Kenia auf der Basis der Moralischen Aufrüstung (wie IofC damals genannt wurde) wieder aufbauen wolle, führte dies zu einer Veränderung bei denjenigen, die im Lager interniert wurden. Ein  Jahr später hatten sich 600 von ihnen von der Mau Mau losgesagt und einer von ihnen sagte: "Wenn die Moralische Aufrüstung hartgesottene Mau Mau wie uns verändern kann, die voller Hass waren, ... dann kann sie jedes hartgesottene Herz verändern."

Zwei von diesen Männern besuchten Jomo Kenyatta im Gefängnis und zeigten ihm den Film "Freedom", geschrieben von Afrikanern und inspiriert von IofC. Der Film, der in einem afrikanischen Land am Rande der Unabhängigkeit spielt, vermittelt die Botschaft, dass eine Veränderung des Herzens möglich und notwendig ist, um Arroganz, politische Intrigen und Stammesdenken in Menschen aller Rassen zu überwinden. Kenyatta bat um eine Filmversion in Suaheli, um sie in Kenia einzusetzen. Sie wurde hergestellt und monatelang im Vorfeld der ersten kenianischen Wahlen vor fast einer Million Menschen gezeigt. Nairobis ZeitungThe Reporter t schrieb daraufhin. "MRA hat viel dazu beigetragen, unsere gerade stattgefundene Wahlkampagne zu stabilisieren." Als Geste der Versöhnung bat Kenyatta nach seiner Wahl zum Präsidenten die weissen Siedler, zu bleiben, um am Aufbau des Landes mitzuhelfen.

Ein paar Jahrzehnte später riefen IofC-Aktivisten 1997 eine Kampagne für saubere Wahlen ohne Korruption ins Leben. Die Zivilgesellschaft und Kirchen traten der Clean Election Campaign vor den Wahlen 2002 bei, die ohne Gewalttätigkeiten zu einem Regierungswechsel führte. Tausende Kenianer engagierten sich im Laufe der Kampagne dafür, sich für ein starkes und vereintes Kenia, frei von Korruption, Armut, Gewalt und schlechter Führung einzusetzen.