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VORTRAG MICHAEL HENDERSON

Vortrag von Michael Henderson am 6. Februar 2010 auf dem Internationalen Forum „Frieden und Gerechtigkeit gestalten“ der Internationalen Münchner Friedenskonferenz

Meine Damen und Herren,

Es ist eine große Freude für mich, wieder in Deutschland zu sein. Ich wohnte in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik und kam 1957 zum ersten Mal nach München. Seither habe ich mit Deutschen in vielen Teilen der Welt eng gearbeitet. Einmal spielte ich sogar in einem deutschen Theaterstück mit. Dies war aber nicht sehr anstrengend; mein einziger Satz im Stück war ‘Ja, wohl, Exzellenz!’ Über Vergebung und Reue im Zusammenhang mit Krieg, Konflikt und Waffen zu sprechen, könnte für manchen als etwas Seltsames erscheinen. Vergebung und Reue werden oft als rein religiöse oder persönliche Begriffe betrachtet, die nichts mit Realpolitik zu tun haben. Oft stammen Feindseligkeit und die Motivation für Kriege aus ungeheilter Geschichte, und vielleicht aus dem Wunsch, sich bei früheren Feinden für die Demütigungen der Vergangenheit zu rächen. In gleicher Weise scheitern die Versuche, alte Feindseligkeiten zu beenden, weil diejenigen, die Friedenstifter sein möchten, wegen dieser ungeheilten Wunden, keine Vertrauensbeziehungen aufbauen können. Vergangenheitsbewältigung ist für uns Alle, besonders für uns Engländer wichtig. Zu dem Thema ‚Vergebung’ bin ich nicht durch akademische Studien gekommen, sondern durch praktische Erfahrungen. Mein Leben lang habe ich das Glück gehabt, mit Männern und Frauen zu arbeiten, die sich dem Ziel gewidmet haben, Brücken zwischen Menschen verschiedener Hautfarben, Kulturen und Sprachen zu bauen. Dies begann 1947, als wir als Familie ein internationales Konferenzzentrum für Versöhnung in Caux in der Schweiz besuchten. Die Organisation, die dort seit mehr als 60 Jahren jeden Sommer Konferenzen veranstaltet, heißt heute ‚Initiatives of Change’ (zu deutsch: Initiativen der Veränderung). Meine Familie hatte seit vielen Generationen in Irland gelebt. Wir gehörten zur Anglo-Irischen Minderheit, die über mehrere Jahrhunderte hinweg die katholische Mehrheit beherrscht hat. Zur Zeit der Irischen Unabhängigkeit hatte man meinem Grossvater gesagt, er müsse Irland innerhalb einer Woche verlassen, sonst würde man ihn erschießen. In diesem Zentrum von Caux sprach eines Tages Eleanor Butler, eine Irisch katholische Senatorin, Mitglied des Europarates. Meine Mutter reagierte auf ihre Worte heftig: „Wer war diese Frau, die über Einigkeit sprach, doch mich aus meinem eigenen Land vertrieben hat?“ Nach ernsthafter Überlegung fand meine Mutter den Mut und die Demut, sich bei der Senatorin für die frühere Haltung unserer Familie den Katholiken gegenüber zu entschuldigen. Die beiden Frauen wurden Freundinnen und begannen zusammen zu arbeiten. Als die Senatorin nach Hause fuhr, bat sie auch viele politische Gegner um Verzeihung. Sie wurde Mitbegründerin des Versöhnungs-Zentrums in Glencree bei Dublin. Zusammen mit unseren Eltern beschlossen mein Bruder und ich, diesen friedenstiftenden Weg aufzunehmen. Würden meine Mutter und Senatorin Butler heute noch leben, so würden sich beide über die Entwicklungen in Nordirland freuen, wo nach Jahren des Blutvergießens jetzt Frieden eingekehrt ist. Die katholischen and protestantischen Führer, die geschworen hatten, nie am selben Tisch zu sitzen, teilen sich jetzt die Verantwortung für die Regierung. Der überwiegende Friedenswunsch der Bevölkerung, der durch Volksentscheide belegt ist und von den britischen und der irischen Regierungen unterstützt wird, hat die Oberhand gewonnen - trotz der Provokationen einer Minderheit, die den Friedensprozess verhindern möchte. Mit der geduldigen Hilfe des früheren amerikanischen Senator George Mitchell hat sich die Zusammenarbeit aller Parteien erfolgreich entfaltet. Mitchell sagte: ‘Nachdem man zugehört hat, hört man erneut zu, und dann hört man nochmals zu.’ Er mahnte alle, dass das Niederlegen der Waffen begleitet sein muss vom Niederlegen der festgefahrenen Meinungen. Die Bitte um Verzeihung von Ministerpräsident Blair an die Iren für das Verhalten der Briten in der Vergangenheit war auch ein wichtiger Schritt nach vorn. Der Zwang, zu kämpfen und heimzuzahlen, scheint zu schwinden, wenn jeder spürt, dass seine eigene Geschichte ‚gehört’ und verstanden wird. Heute Morgen lautete die Schlagzeile in der WELT: ‚Historischer Durchbruch in Nordirland.’ Ich zitiere die ersten Sätze: „Martin McGuinness, stellvertretender Ministerpräsident von Nordirland, brachte es auf den Punkt: ‚Dies ist ein Tag, an dem der politische Prozess in Ulster volljährig geworden ist’, verkündete er gestern in Belfast, um hinterher zuzufügen: ‚Wir werden nicht in die Vergangenheit zurűckkehren.’ Neulich war ich sehr erstaunt, in einem Zeitungsartikel zu lesen, dass irakische Sunnitische und Shiitische Führer nach Europa gekommen sind, um zu lernen, wie man Frieden schaffen kann. Von wem sollten sie das lernen? Von nordirischen Protestanten und Katholikern zusammen mit schwarzen und weißen Südafrikanern. Was für Veränderungen in der Welt haben wir in unserer Zeit erlebt! Das Beispiel von Südafrika, wo Mandela nach 27 Jahren Gefängnis frei kam, ohne Rachegefühle zu hegen, und was daraus für das Land entsprang, hat die hohe Bedeutung von Vergebung für die Weltgemeinschaft deutlich gemacht. In Südafrika kam die Initiative von oben. Anderswo, in Australien, versuchte hingegen gerade die politische Führerschaft, jede Initiative zu blockieren, die die Beziehungen zu den Ureinwohnern verändern wollte. Es entstand jedoch eine Bürgerbewegung, die tiefgehende Veränderungen hervorrief. Ich war am nationalen Sorry Day in Australien dabei. Ich sah die Sorry Books, in denen eine Million Unterschriften die Idee einer nationalen Bitte um Vergebung unterstützten. Nach einem zehnjährigen Einsatz kam im Februar 2008 der sehr bewegende Augenblick, als der neue Ministerpräsident mit Unterstützung der Opposition das Volk der Aborigenes offiziell um Vergebung dafür bat, dass man sie so schlecht behandelt hatte. Vor zwei Monaten war ich wieder in Australien. Ich wurde Zeuge der Genugtuung der Aborigenes über die positiven Folgen dieser neuen Beziehungen. Trotz dieser Fortschritte in Südafrika, in Irland, und in Australien sollten wir uns nicht ausruhen und die Arbeit für erledigt erklären. Noch längst nicht alle haben die Wichtigkeit von Reue, Entschuldigung und Vergebung erkannt. Vor einigen Monaten war ich bei einer Veranstaltung im britischen Parlament. Es war der fünfundzwanzigste Jahrestag des Versuchs der irisch-republikanischen Armee, die britische Regierung durch eine Bombe im Brightoner Palasthotel auszulöschen. Die zwei Redner waren Jo Berry und Pat Magee. Jo Berry war die Tochter des Abgeordneten Sir Anthony Berry, dem Onkel von Prinzessin Diana, der beim Attentat getötet worden war. Pat Magee hatte die Bombe gelegt. Er war verhaftet worden und saß viele Jahre im Gefängnis, bevor er durch ein politisches Abkommen freigelassen wurde. Jo Berry wollte aus der Tragödie etwas Konstruktives machen. Ihr war klar, dass sie vor der Wahl stand, entweder als Opfer zu leben und andere zu verdammen oder aber nach einem Weg zur Heilung zu suchen. Über Jahre hinweg hat sie Pat Magee regelmäßig getroffen, und jeder hat, wie sie sagt, die Geschichte des anderen gehört. Jo Berry erkennt, dass sie, wenn sie Pats Schicksal erlebt und Ähnliches durchgemacht hätte, auch den Weg der Gewalt gegangen wäre. Für sie ist es wichtig, Pat als Menschen zu betrachten und nicht als den Teufel, den die Medien geschildert haben. Pat seinerseits ist so weit gekommen, dass er sein Bedauern ausdrückt, Jos Vater getötet zu haben. Die beiden arbeiten gemeinsam mit anderen Gruppen für Versöhnung. In ähnlicher Weise muss der Fortschritt in Südafrika gesichert werden. Dort haben nicht alle Schwarzen vergeben, und nicht alle Weissen haben ihre Verantwortung für die Tragödie der Apartheid übernommen. Der Geist der Vergebung muss immer wieder belebt werden. Letlapa Mphalele und Ginn Fourie sind ein Beispiel dafür. Die weiße Südafrikanerin Ginn verlor ihre Tochter in dem sogenannten Heidelberg-Tavern- Massaker. Später versöhnte sie sich mit Letlapa, dem Verantwortlichen für das Massaker. 1993 war er der meistgesuchte Terrorist in Südafrika. Als ihre Tochter getötet wurde, war Ginn bereit, ihn eigenhändig umzubringen. Heute sagt sie, ‘Nicht, dass ich keine tiefe Trauer über den Verlust meiner Tochter empfinden würde, aber dadurch, dass ich ihrem Mörder vergeben konnte, wurde die Trauer leichter zu ertragen, und mir wurde ein konstruktiver Weg nach vorn geöffnet. Aus Feinden wurden wir zu echten Freunden. Letlapa sagte mir, dass ich ihm durch meine Vergebung seine Menschlichkeit zurückgegeben habe.’ Kehren wir zurück zum Jahre 1947, wo wir als Familie in Caux waren. Es war erst zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, und trotzdem waren viele Deutsche anwesend. Es war sogar die erste Konferenz, bei der Deutsche im Ausland als gleichberechtigte Gäste empfangen wurden. Unter den französischen Teilnehmern war Irene Laure, Abgeordnete und Führerin der sozialistischen Frauen Frankreichs. Sie hatte in der Widerstandsbewegung gelitten; man hatte ihren Sohn gefoltert. Damals wollte sie Deutschland von der Weltkarte ausradiert sehen. Sie hatte nicht erwartet, in Caux auch Deutsche zu treffen. Sie wollte sofort abreisen. Da fragte sie der Leiter der Konferenz: ‚Meinen Sie als Sozialistin, dass man Europa neu aufbauen kann, indem man ein ganzes Volk ausschließt?’Madame Laure war eine leidenschaftliche Europäerin. Sie zog sich einige Tage in ihr Zimmer zurück. War sie bereit, ihren Hass aufzugeben, um dieses Ziel zu erreichen? Als sie heraus kam, bat sie darum, in der Versammlung sprechen zu dürfen. Was sagte sie? Nicht „Ich vergebe euch“. Nein, sie bat um Vergebung für ihren Hass. Als sie mit ihrer Rede fertig war, streckte sie die Hand aus. Da kam eine deutsche Frau und nahm ihre Hand. Irene sagte mir später, “Es war mir, als seien hundert Kilo von meinen Schultern genommen“. Die Auswirkung auf die Deutschen, die schwerste Vorwürfe erwartet hatten, war überwältigend. Irene und ihr Mann wurden nach Deutschland eingeladen. Überall hat sie um Vergebung für ihren Hass gebeten. Sie war überzeugt, dass Hass der Keim eines neuen Krieges sei. Einige Historiker bewerten die Erfahrungen von Tausenden von Franzosen und Deutschen, die damals in Caux waren, und das Beispiel von Irene Laure als Schlüssel-Elemente in der Geburt der deutsch-französischen Freundschaft, die wir heute für selbstverständlich halten. Das, worauf Irene Laure, Senatorin Butler und unsere Familie in Caux gestoßen waren, war die einfache Idee, dass man, wenn man eine Antwort auf die Probleme der Welt bringen möchte, mit sich selbst and seinem eigenen Land beginnen soll. Ein Friedenstifter muss Frieden selber leben. Das gilt, was immer die politische Überzeugung des Friedensstifters auch sein mag. Um wirksame Friedenstifter oder Friedenstifterin zu werden, darf man nicht von Hass beherrscht sein. Der britische Oberrabbiner Lord Sacks hat Hass sogar als die größte Massenvernichtungswaffe bezeichnet. In diesem Zusammenhang mőchte ich die Erfahrungen von zwei meiner Freunde in Nigeria beschreiben. Dieses westafrikanische Land befindet sich an der vordersten Front muslimisch-christlicher Beziehungen. Muhammad Ashafa ist Imam und James Wuye ist ein christlicher Pastor in Kaduna, einer der bedeutendsten Städte. In den frühen 90er Jahren hatten die beiden Männer während eines Aufstandes in der Stadt versucht, sich gegenseitig umzubringen. Ein Muslimextremist schlug Pastor James den Arm ab, als er seine Kirche verteidigte, und christliche Extremisten töteten Ashafas Onkel, weil sie dachten, dass er es sei. Ebenso töteten sie den geistlichen Berater des Imam und zwei Brüder. Später trafen sich der Imam und der Pastor bei einer Versammlung im Haus des Gouverneurs und man schlug ihnen vor, eine Rolle beim Heilen des Konflikts zu übernehmen. Sie fanden Stellen in der Bibel und im Koran, die gemeinsame Ansätze aufwiesen. Sie sahen ihr Überleben als Zeichen Gottes an und gründeten eine Organisation zur Förderung des Dialogs zwischen Muslimen und Christen. Die echte Freundschaft brauchte für ihre Entstehung allerdings länger. Als die Beiden anfingen, zusammen zu reisen, hatte der Pastor oft die Lust, ein Kissen mitzubringen, mit dem Vorhaben, den Imam umzubringen, während er schlief. Er wollte Vergeltung für seine Hand. Er brauchte drei Jahre, um seinen Hass zu überwinden. Die Saat dafür wurde dadurch gelegt, dass der Imam und andere Führer der Muslime James kranke Mutter im Krankenhaus besuchten. Jetzt, wenn Gewalt ausbricht, gehen sie zusammen in die betroffenen Viertel, um dort die Gemüter zu beruhigen und beim Finden von Lösungen zu helfen. Der Erzbischof von Canterbury hat sie als Modell fűr die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen beschrieben.
Die Rolle vom Zentrum in Caux geht weiter. Im letzten Sommer gab es wichtige Begegnungen vom ‚Caux Forum for Human Security’. Dreihundert Menschen aus 69 Ländern nahmen daran teil. Dieses Forum wurde von Mohammed Sahnoun, angesehenem Diplomat der Vereinten Nationen und ehemaligen Botschafter Algeriens in Deutschland, gegründet. Er sieht Caux als eine Ressource für Friedensstifter der Welt. Der jetzige Präsident des internationalen Verband von ‚Initiatives of Change’ ist Professor Rajmohan Gandhi, Enkel von Mahatma Gandhi. Jahrelang hat er sich damit beschäftigt, Brücken mit Pakistan und mit der muslimischen Welt zu bauen. Letzten November sprach er an der Genfer Universitat űber das Leben und die Arbeit seines Großvaters. Auf die Frage, welche Bedeutung Gandhis Botschaft für die heutigen Fragen habe, antwortete der Enkel: Gandhi predigte gewaltfreien Widerstand und diese Botschaft ist heute genau so gültig wie damals. Der gewaltfreie Widerstand braucht vielleicht lange Zeit um zu gedeihen. Aber eins ist sicher: Gewalt bringt nie Erfolg. Es gibt keinen Routenplaner für den Frieden. Meine Beispiele sind nicht notwendigerweise Erfolgsgeschichten, sondern sie sind ein Beweis dafür, dass Entfeindung möglich ist. Es gibt keine schnelle Lősung. Man muss bereit sein, bei dem Prozess langfristig zu bleiben. Die Bereitschaft, ehrlich über die Vergangenheit zu sein, persönlich und auf nationaler Ebene, ist unentbehrlich. Man kann zum Beispiel an den Mut von Bundeskanzler Willi Brandt in Polen und in Israel und die daraus erwachsene Reaktion der Juden erinnern. Da können wir Engländer sehr viel von Deutschland lernen. Wir müssen in unserem eigenen Leben die Eigenschaften widerspiegeln die wir uns im Leben unserer Gegner wünschen. Die amerikanischen Ureinwohner sagen uns: man soll niemanden beurteilen, ehe man eine Meile in seinen Schuhen gelaufen ist. Das hat Jo Berry mit Pat Magee getan. Ebenso haben Pastor James und Imam Ashafa nach gemeinsamen Glaubenspunkten gesucht. Die Iren bauen auf die gemeinsame Menschlichkeit und auf den gemeinsamen Friedenswunsch von Protestanten und Katholiken. „Fang bei dir selber an!“ ist immer der Schlüssel gewesen. Es ist der Bereitschaft, den ersten Schritt selber zu machen, ohne zu warten, bis der Andere bereit ist, dasselbe zu tun. Irene Laure hätte möglicherweise sagen können, dass die Deutschen schuldiger waren als sie, aber sie hat bei ihrem eigenen Hass angefangen. So wie Rajmohan Gandhi sagt: "Wenn du siehst, dass Unrecht geschieht, dann tu etwas dagegen, aber überlege auch, ob du daran mit beteiligt und mitverantwortlich bist. Kämpfe, aber beginne die Suche in dir selbst." ---------------------------------

Kommentar von Nicole Thieke, die im Publikum saß:

Die Münchner Friedenskonferenz wird seit 8 Jahren von verschiedenen deutschen pazifistischen und humanitären Organisationen immer im Februar einberufen, als Antwort auf die zeitgleich stattfindende internationale Münchner Sicherheitskonferenz (Vertreter des Militärs, der Politik und der Wirtschaft). Die Organisatoren der Friedenskonferenz kannten Michael Henderson durch seine Bücher über Vergebung und luden ihn zur diesjährigen Konferenz. Am internationalen Forum sprachen nach ihm die Kolumbianerin Alejandra Londono, Mitarbeiterin im Jugendnetzwerk “Red Juvenil“, und die US-Amerikanerin Cynthia McKinney, ehem. Kongressabgeordnete, Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei 2008.

Die Tatsache, dass Michael Henderson seinen Vortrag auf Deutsch hielt, wurde schon nach dem ersten Satz mit Applaus begrüßt. In der darauf folgenden Diskussion, die am nächsten Vormittag fortgesetzt wurde, unterstrichen die Organisatoren und die Teilnehmer aus dem Publikum immer wieder die Wichtigkeit der Vergebung, die noch nie in diesem Rahmen so angesprochen worden sei, und stellten Michael Henderson sehr existentielle Fragen zu diesem Thema. Das Gespräch mit den Organisatoren geht (über email) weiter.