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Preparing minds and bringing people together so that peace agreements can be signed and  implemented
Projekt Grosse Seen in Burundi
Initiativen der Veränderung

FRIEDENSBILDUNG IN BURUNDI

“Die Ängste und Wut der Protagonisten verstehen; ihre Emotionen in den Griff bekommen, um sie zurück zu den Ursprüngen zu führen und sicher zu stellen, dass die Verhandlungen nicht in Kämpfe ausarten." Thomas Ntambu, Projektleiter

Seit dem Jahr 2000 setzt sich "Initiatives of Change" für Frieden in der Great Lakes-Region, in Burundi, der Demokratischen Republik KOngo und Ruanda ein. Ziel ist hierbei nicht, Verhandlungen durchzuführen, sondern die Menschen vorzubereiten und zusammen zu führen, so dass Friedensabkommen unterzeichnet und umgesetzt werden können. Seit 2003 konzentriert sich die Arbeit auf Anfrage der Burunder auf Burundi, da sie fürchteten, ihr Land könnte wieder im Chaos versinken.

Ein Langzeiteinsatz wurde ins Leben gerufen, der den Hauptprotagonisten im Burundikonflikt unterstützend zur Seite steht. Es geht dabei hauptsächlich darum, die Menschen dazu zu bringen, über ihre Verletzungen und Ängste zu reden und dadurch Vertrauen zwischen ihnen aufzubauen, indem sie aufeinander hören und über ihre eigene Verantwortung nachdenken.

Meilensteine

2001 - 2007: Zahlreiche Einsätze in Bujumbura und Tansania, um Führer aller Seiten, inklusive und vor allem der Palipehutu-FNL zu treffen.

März 2003: Runder Tisch mit Vertretern der Regierung, der Armee, Frodebu, der katholischen Kirche, der CNDD-FDD, die zum damaligen Zeitpunkt Rebellenfraktion war, und der Palipehutu-FNL. Zwei CNDD-FDD-Anführer gestanden den Organisatoren, dass sie es ohne diesen Runden Tisch nicht geschafft hätten, sich auf den politischen Prozess einzulassen.

Juni 2003: Runder Tisch mit Vertretern der Regierung, der Armee und der Palipehutu-FNL. Danach kam es wieder zu Feindseligkeiten, doch das Treffen war nichtsdestotrotz ein wichtiger Meilenstein darin, Einstellungen zu verändern und das Gespräch in Gang zu bringen.

April 2004: Gesprächstraining für Palipehutu-FNL-Offiziere während des Kigoma-Kongresses. 

Frühjahr und Sommer 2006: Anfrage der Regierung und der Palipehutu-FNL an "Initiatives of Chang", sie bei den Dar es Salaam-Verhandlungen zu begleiten, die im Juni und September 2006 zu Waffenstillständen führten.

April 2007: "Ehrliches Gespräch"-Event in Caux/Schweiz mit 33 politischen, militärischen, religiösen Führern sowie leitenden Medienvertretern.

Mai 2007 - Juni 2008: Permanente Präsenz vor Ort, um den Friedensprozess zu unterstützen. Ständige Kontakte mit allen Elementen es politischen und sozialen Lebens in Burundi und eine besondere Unterstützung der  Palipehutu-FNL, der letzten Rebellengruppe, mit dem Ziel ihrerReintegration in die politischen Institutionen. Gründung eines Netzwerkes von Menschen, die sich für eine Normalisierung des politischen Lebens einsetzen.

Finanzierung und weitere Informationen

Dieses Programm wird zur Zeit vom Schweizer Aussenministerium finanziell unterstützt.

Cover of a book of experiences from the African Great Lakes region, including the story of Angelo Barampama, now a member of the Swiss Caux Foundation.Lesen Sie auch Beyond Hate, Building Peace, ein neues Buch über die Erfahrungen im Friedensprozess des Projekts "Grosse Seen" (‘Dépasser la haine, construire la paix’).