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Menschen im Blickpunkt
"Es geht nicht um Institutionen. Es geht nicht um Sichtweisen. Eine grundlegende Veränderung beginnt dann, wenn sie in dir zuerst beginnt."
Seit dem 1. Januar hat Initiativen der Veränderung International einen neuen Präsidenten. Der indische Historiker und Autor Rajmohan Gandhi tritt in diesem Amt die Nachfolge des algerischen Diplomaten Mohamed Sahnoun an, der weiterhin Vorsitzender des Caux Forum für Menschliche Sicherheit bleibt.
Rajmohan Gandhi wurde 1935 in Delhi geboren. Er ist der älteste Sohn des renommierten indischen Journalisten und Herausgebers der Daily Hindustan Times Devdas Gandhi, einem Sohn von Mahatma Gandhi. Rajmohan Gandhis Grossvater mütterlicherseits war C. Rajagopalachari Rajaji, der zweite Generalgouverneur des unabhängigen Indien. Gandhi ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. 
Zur Zeit ist Rajmohan Gandhi Professor in den Vereinigten Staaten an der University of Illinois in Urbana Champaign. Zuvor lehrte er lange am Centre for Policy Studies in Delhi und hatte auch eine Gastprofessur in Japan inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind die indische Unabhängigkeitsbewegung, die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan und die Menschenrechte. Für seine jüngste Publikation, eine Biographie seines Grossvaters Mahatma Gandhi („Mohandas. A True Story of a Man, his People, and an Empire“), erhielt er im Dezember 2007 den renommierten Barpujari Preis der Indischen Historikervereinigung (Indian History Congress).
Politisch engagiert
Gandhi betätigte sich auch als Politiker: Er war Mitglied des indischen Parlaments und 1990 Leiter der indischen Delegation in der Uno-Menschenrechtskommission in Genf. Zu diesem politischen Engagement befragt, sagt er, es sei ihm nicht gelungen, die politische Landschaft in Indien so zu verändern, wie er es sich erhofft habe. Er habe vergeblich versucht, die Korruptionsbekämpfung zuoberst auf die politische Agenda zu setzen. Aber er sei stolz auf sein Engagement für die Kaste der Unberührbaren. Heute sei sein politisches Hauptanliegen die Arbeit für die Versöhnung der muslimischen Welt mit den USA.
Schon seit jungen Jahren engagiert sich Rajmohan Gandhi bei Initiativen der Veränderung. Nun wurde er für eine Amtszeit von drei Jahren als Präsident von Initiativen der Veränderung International und Nachfolger von Mohamed Sahnoun gewählt.
Mohamed Sahnoun, der im Januar 2006 in diesem Amt die Nachfolge von Cornelio Sommaruga antrat, möchte aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten, wird Initiativen der Veränderung aber als Vorsitzender des auf seine Initiative hin entstandenen Caux Forum für Menschliche Sicherheit erhalten bleiben.
Initiativen der Veränderung International ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Caux und der Dachverband der unabhängigen nationalen Körperschaften von Initiativen der Veränderung. Initiativen der Veränderung International verfügt über den Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Uno (ECOSOC) in Genf und den Teilnehmerstatus für Nichtregierungsorganisationen beim Europarat in Strassburg.
In einer Zeit, in der sich viele Menschen Gedanken machen, ob freundschaftliche Beziehungen zwischen Moslems und Christen möglich sind, bestätigen die nigerianischen Protagonisten dieses Films leidenschaftlich: "Ja, sie sind es!"
Nigeria erlebte in den letzten Jahren eine harte Zerreissprobe zwischen ethnischen und religiösen Konflikten, bei denen Zehntausende ums Leben kamen und ganze Gemeinden zerstört wurden
In den 90er Jahren waren Pastor James Wuye und Imam Muhammad Ashafa Anführer sich gegenüberstehender, bewaffneter Milizeinheiten, deren Ziel es war, ihre Gemeinden vor den Gewaltausbrüchen zu beschützen, die Kaduna (Nordnigeria) heimsuchten.In den harten Kämpfen verlor Pastor James seine Hand und Imam Ashafas geistlicher Mentor und zwei enge Verwandte wurden getötet.
Heute leiten beide Männer gemeinsam das Muslim-Christian Interfaith Mediation Centre ihrer Heimatstadt und bemühen sich durch Einsätze in ganz Nigeria zur Konfliktlösung beizutragen.
Der Dokumentarfilm "Der Imam und der Pastor" erzählt, wie es zu dieser erstaunlichen Veränderung kam. Es ist eine bewegende Geschichte über Vergebung und eine Fallstudie erfolgreicher Initiativen einzelner Menschen, um eine von konflikten zerrissene Gemeinde wieder aufzubauen.






