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Menschen im Blickpunkt
"Es geht nicht um Institutionen. Es geht nicht um Sichtweisen. Eine grundlegende Veränderung beginnt dann, wenn sie in dir zuerst beginnt."
Die in Grossbritannien lebende ägyptische KinderärztinOmnia Marzouk wurde als neue Präsidentin von Initiativen der Veränderung International, dem Dachverband der nationalen Gesellschaften von Initiativen der Veränderung, dem auch CAUX-Initiativen der Veränderung angehört, gewählt.
Zu einem Zeitpunkt, an dem die internationale Aufmerksamkeit auf den Tahrir Platz in Kairo und auf den schwierigen Weg zahlreicher arabischer Länder hin zur Demokratie gerichtet ist, bringt Omnia Marzouk ihre Berufung als Ärztin und ihre Überzeugungen ein, die die Rolle, die Initiativen der Veränderung in diesem historischen Moment spielen kann, prägen werden.
„Der arabische Frühling“, sagt sie, „bleibt eine Entwicklung mit ungewissem Ausgang, und dies vor dem Hintergrund einer Wirtschaft in der Krise und Spannungen in den Gesellschaften zwischen Pluralismus, Konflikt und Extremismus: Etwas Nachhaltiges kann sich nur entwickeln, wenn ein Fundament moralischer Grundlagen vorhanden ist und die Menschen gewillt sind, ihr Leben zu ändern und die Veränderungen, die sie in der Gesellschaft sehen wollen, selbst vorzuleben.“
Marzouk bringt in ihre neue Funktion als Präsidentin von Initiativen der Veränderung International die Perspektive einer Frau ein, die im Gesundheitswesen arbeitet, sowie die Perspektive einer arabischen Muslimin, die im Westen lebt. Sie ist also geübt darin, mit Vielfalt umzugehen.
Omnia Marzouk lernte Initiativen der Veränderung kennen, als sie in Australien zur Schule ging und engagierte sich seither aktiv als Freiwillige für die Organisation. Insbesondere war sie während vielen Jahren in verschiedene Aktivitäten auf dem Gebiet des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Grossbritannien involviert und nahm dabei immer wieder auch an ähnlichen Initiativen in anderen Ländern Europas, im Nahen Osten, in Asien und Afrika teil.
Beruflich war sie während sieben Jahren Direktorin der Notfallabteilung des Alder Hey Children’s NHS Foundation Trust in Liverpool, einem der grössten Kinderspitäler Grossbritanniens. Zurzeit ist sie Vizedirektorin. Zudem ist sie auch in der Bildung tätig, als Beraterin am Royal College of Paediatrics and Child Health (Königliche Universität für Pädiatrie und Kindergesundheit).
Marzouks Wahl zur Präsidentin wurde an der letzten Sitzung des Internationalen Rats von Initiativen der Veränderung International bestätigt, die kürzlich in Kenia stattfand. Sie folgt auf Rajmohan Gandhi, den Enkel von Mahatma Gandhi, der die Präsidentschaft von Mohamed Sahnoun, ehemaliger Berater des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan, übernommen hatte. Erster Präsident von Initiativen der Veränderung International war Cornelio Sommaruga, ehemaliger Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK.
Rajmohan Gandhi wurde 1935 in Delhi geboren. Er ist der älteste Sohn des renommierten indischen Journalisten und Herausgebers der Daily Hindustan Times Devdas Gandhi, einem Sohn von Mahatma Gandhi. Rajmohan Gandhis Grossvater mütterlicherseits war C. Rajagopalachari Rajaji, der zweite Generalgouverneur des unabhängigen Indien. Gandhi ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. ![]()
Zur Zeit ist Rajmohan Gandhi Professor in den Vereinigten Staaten an der University of Illinois in Urbana Champaign. Zuvor lehrte er lange am Centre for Policy Studies in Delhi und hatte auch eine Gastprofessur in Japan inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind die indische Unabhängigkeitsbewegung, die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan und die Menschenrechte. Für seine jüngste Publikation, eine Biographie seines Grossvaters Mahatma Gandhi („Mohandas. A True Story of a Man, his People, and an Empire“), erhielt er im Dezember 2007 den renommierten Barpujari Preis der Indischen Historikervereinigung (Indian History Congress).
Gandhi betätigte sich auch als Politiker: Er war Mitglied des indischen Parlaments und 1990 Leiter der indischen Delegation in der Uno-Menschenrechtskommission in Genf. Zu diesem politischen Engagement befragt, sagt er, es sei ihm nicht gelungen, die politische Landschaft in Indien so zu verändern, wie er es sich erhofft habe. Er habe vergeblich versucht, die Korruptionsbekämpfung zuoberst auf die politische Agenda zu setzen. Aber er sei stolz auf sein Engagement für die Kaste der Unberührbaren. Heute sei sein politisches Hauptanliegen die Arbeit für die Versöhnung der muslimischen Welt mit den USA.![]()
Schon seit jungen Jahren engagiert sich Rajmohan Gandhi bei Initiativen der Veränderung. Nun wurde er für eine Amtszeit von drei Jahren als Präsident von Initiativen der Veränderung International und Nachfolger von Mohamed Sahnoun gewählt.
Mohamed Sahnoun, der im Januar 2006 in diesem Amt die Nachfolge von Cornelio Sommaruga antrat, möchte aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten, wird Initiativen der Veränderung aber als Vorsitzender des auf seine Initiative hin entstandenen Caux Forum für Menschliche Sicherheit erhalten bleiben.
Initiativen der Veränderung International ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Caux und der Dachverband der unabhängigen nationalen Körperschaften von Initiativen der Veränderung. Initiativen der Veränderung International verfügt über den Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Uno (ECOSOC) in Genf und den Teilnehmerstatus für Nichtregierungsorganisationen beim Europarat in Strassburg.
In einer Zeit, in der sich viele Menschen Gedanken machen, ob freundschaftliche Beziehungen zwischen Moslems und Christen möglich sind, bestätigen die nigerianischen Protagonisten dieses Films leidenschaftlich: "Ja, sie sind es!"
Nigeria erlebte in den letzten Jahren eine harte Zerreissprobe zwischen ethnischen und religiösen Konflikten, bei denen Zehntausende ums Leben kamen und ganze Gemeinden zerstört wurden
In den 90er Jahren waren Pastor James Wuye und Imam Muhammad Ashafa Anführer sich gegenüberstehender, bewaffneter Milizeinheiten, deren Ziel es war, ihre Gemeinden vor den Gewaltausbrüchen zu beschützen, die Kaduna (Nordnigeria) heimsuchten.In den harten Kämpfen verlor Pastor James seine Hand und Imam Ashafas geistlicher Mentor und zwei enge Verwandte wurden getötet.
Heute leiten beide Männer gemeinsam das Muslim-Christian Interfaith Mediation Centre ihrer Heimatstadt und bemühen sich durch Einsätze in ganz Nigeria zur Konfliktlösung beizutragen.
Der Dokumentarfilm "Der Imam und der Pastor" erzählt, wie es zu dieser erstaunlichen Veränderung kam. Es ist eine bewegende Geschichte über Vergebung und eine Fallstudie erfolgreicher Initiativen einzelner Menschen, um eine von konflikten zerrissene Gemeinde wieder aufzubauen.
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"Eine Art Wunder": Chrismon-Artikel über den Imam und den Pastor In Nigeria spielt Religion eine grosse Rolle. Rache aber auch. Auch Pastor James Wuye und Imam Muhammad Ashafa waren früher Erzfeinde - jetzt arbeiten sie zusammen für den Frieden. Den ganzen Artikel dieser Geschichte über Versöhnung können Sie in der Oktoberausgabe von "Chrismon", einer Zeitschrift der evangelischen Kirche, lesen. "Chrismon" ist eine Monatszeitschrift und Beilage einiger der grössten deutschen Zeitungen, so z.B. der "FAZ", "Süddeutsche Zeitung" oder dem Berliner "Tagesspiegel".
Philippe Mottu gestorben Die Stiftung CAUX-Initativen der Veränderung teilt mit grossem Bedauern mit, dass Philippe Mottu am vergangenen Montag, am 23. August 2010, im Alter von 97 Jahren in Lonay verstorben ist. Er gründete 1946 zusammen mit seinen Freunden Robert Hahnloser und Erich Peyer das Konferenzzentrum der 'Moralischen Aufrüstung' in Caux (heute Initativen der Veränderung). Mit seinem Lebenswerk gehört er zu jenen Genfer Persönlichkeiten, deren Wirken weit über die Schweizer Landesgrenze hinaus reichte.
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Gisela Krieg (1924 - 2010) - Nachruf Gisela Krieg starb am 26.Juni nach langer Krankheit in Hamburg. Über 50 Jahre lang waren Gisela, ihr Mann Heinz und ihre Familie das Herzstück eines sehr lebhaften, gesegneten und kreativen Kreises in Berlin, jederzeit offen und bereit, ihre vielen IofC-Freunde aus Deutschland und der ganzen Welt willkommen zu heissen.
Nicht selber zu Monstern werden Könnten die 18 verschiedenen Gruppierungen im Libanon eine gemeinsame Basis finden, um der kommenden Generation etwas weiterzugeben? Eine junge Erzieherin glaubt fest daran.
Furchtoser moslemischer Gelehrter gestorben Der ägyptische moslemische Gelehrte Nasr Abu Zayd starb am 6.Juli im Altern von fast 67 Jahren in Ägypten an einem unbekannten Virus, den er sich in Indonesien zugezogen hatte. Seine Frau Ebtehal Younes war in seinen letzten Tagen bei ihm. Er wurde in seinem Heimatdorf begraben.


