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IofC Deutschland: Treffen in Sensenstein

Menschliches Potential für globalen Wandel entfalten

Dienstag, Januar 23, 2018

 

Vom 12. - 14. Januar 2018 traf sich in Sensenstein eine buntgemischte Gruppe, die aus allen vier Himmelsrichtungen in der Mitte Deutschlands zusammengekommen war, um über das Thema "Menschliches Potential für globalen Wandel entfalten" nachzudenken. Organisiert wurde das Wochenende von IofC Deutschland.

Um die Teilnehmenden in das zentrale Thema einzuführen, begann das Treffen mit der Vorstellung der IofC-Präambel und und folgenden Leitgedanken:

Die Suche nach innerer Weisheit ist von zentraler Bedeutung. Wenn Menschen auf ihr Innerstes hören, gelangen sie oft zu Erkenntnissen, die in unerwartete Richtungen weisen. In der Stille Klarheit zu suchen, kann zu einer Quelle der Wahrheit, Inspiration, Erneuerung und Kraft werden.

Bei sich selbst anfangen -  Dem Anderen zuhören- Gezielt handeln.

Wir Deutschen haben den Ruf, oft kopflastig zu sein und so war es erstaunlich, wie auf vielfältige, kreative Art und Weise die verschiedenen, in kleinere Gruppen aufgeteilten Teilnehmenden das Hauptthema musikalisch, poetisch, mit gebastelten Formen und sketchartigen Vorführungen darstellten. Kreativität stösst Gedanken an und bringt neue Aspekte zutage, die sonst in mit Argumenten bestückten Diskussionen weniger Beachtung finden würden und schafft zudem Offenheit und Vertrauen, da man sich auf ein „anderes“ Terrain wagt. Wir Menschen sind vielfältig veranlagt: kopflastig, praktisch und kreativ.

Das Eintauchen in die Frage: "Warum ist der Rückzug in die Stille so notwendig" wurde grafisch erläutert und mit persönlichen Erfahrungen hautnah gebracht. Rückzug macht deutlich, wie mit gut und richtig gestellten Fragen verfahrene Situationen aufgebrochen werden können, denn durch das Verstehen und Erkennen von festgefahrenen Mustern können Lösungen für eine Neuausrichtung gefunden werden.

Regelmässige Zeiten der Stille wurden eingelegt, um das eben Gehörte nicht nur zu integrieren, sondern auch um die bewusst erkannte persönliche Situationen festzuhalten, zu erkennen sowie Gedanken Raum und Zeit zu geben, um Ansätze für neue Einsichten und Möglichkeiten zu eröffnen.

Im vergangenen Herbst hatte der Internationale Verband (IC) den nationalen IofC – Teams folgende drei Fragen zugesandt, die im den jeweiligen Teams reflektiert werden sollten:

  1. Was sagt die innere Stimme über den Zweck meiner IofC- Arbeit und der meiner Gruppe oder meines Teams?
  2. In wieweit steht persönliche Veränderung im Zentrum der IofC -Arbeit in Eurem Team/ Eurer Arbeit auf nationaler Ebene?
  3. In wieweit sind der Rückzug in die Stille und das Hören auf die innere Stimme für dich möglich, um deinem persönlichen Leben Richtung zu geben sowie wichtige Entscheidungen in Bezug auf die IofC-Arbeit zu treffen?

Unsere persönliche Schlussfolgerung war: Wir sind nicht in der Lage, darauf Antworten zu finden. Dennoch waren sie Anlass und Ausgangspunkt für interessante Gespräche: Was ist eigentlich ein Team? Sind wir ein Team? Oder sind wir "nur" ein Freundeskreis?

In unseren Treffen stand immer persönliche Veränderung als Herausforderung im Mittelpunkt. Die Feststellung, dass alle im Raum anwesenden Teilnehmenden angereist waren, weil die persönliche Veränderung das verbindende Kernstück unseres Treffens ausmacht, war von zentraler Bedeutung für uns. Die Diskussion ergab, dass wir zwar kein einheitliches Team sind und lediglich Einzelne in unterschiedlicher Weise als Team zusammenarbeiten, wir jedoch das Bedürfnis haben, immer wieder zusammenzukommen, weil unsre Freundschaften uns bereichern und stärken. Wir konnten auch feststellen, dass ein grosses Interesse daran besteht, Teilnehmende aus Nachbarländern –  auch aus den östlichen – einzuladen, und es wurden interessante Vorschläge für zukünftige Treffen entwickelt.

Bei dem regen Gedankenaustausch war es überraschend festzustellen, wie Musik und das gemeinsame Singen, von Instrumenten begleitet, Herzen öffnet und Menschen miteinander verbindet. Ein Treffen ohne Musik wäre für uns nicht vorstellbar!

Das Fazit des Treffens wurde durch eine Teilnehmerin inspirierend zusammengefasst: „Wir sind wie ein Komposthaufen, aus dem etwas Neues erwachsen kann“!