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Eine oft gestellte Frage ist: "Wie kann ich IofC beitreten?" Die Antwort kann manchmal etwas verwirren. Frank Buchman, der die Bewegung gründete, pflegte zu sagen: "Es geht nicht darum, Menschen für eine Bewegung zu gewinnen. Es geht darum, Menschen in Bewegung zu bringen!"
Das selbe Motto gilt auch noch heute. Es gibt keine Mitgliedslisten oder Beitrittsformulare, nur ein Netzwerk von Menschen, mit Enthusiasmus und Engagement, die etwas verändern wollen - und damit bei sich selbst anfangen.
Jeder kann jederzeit und überall eine Initiative der Veränderung starten und damit die Worte Mahatma Gandhis umsetzen: "Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest!" Wenn du Korruption beenden möchtest, dann musst du selber ehrlich sein. Wenn du Frieden in der Welt möchtest, dann fange in deiner eigenen Familie an. Wenn du die Umwelt schützen möchtest, dann verändere deinen Lebensstil.
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Fang an - aber hör damit nicht auf! Einzelpersonen haben Macht! Teams haben mehr Macht!
Indem du bei dir selbst beginnst, kannst du andere inspirieren, deinem Beispiel zu folgen, um Zynismus und Verzweiflung zu bekämpfen. Wir haben alle Momente, in denen wir uns entmutigt fühlen und die Unterstützung anderer brauchen. Teams können eine solche Unterstützung geben, zusammen mit Netzwerken, neuen Perspektiven und einem Austausch an Fähigkeiten, die den Einsatz des Einzelnen stärken.
Aber die treibende Kraft für Veränderung liegt immer beim Einzelnen. Die allzu menschliche Tendenz, Dinge in eine Instituation zu pressen, Regeln und Reglementierungen aufzustellen steht manchmal Spontaneität und Initiativen im Weg.
Jemand sagte einmal:
Es ist nicht eine Instituation,
Es ist nicht ein Standpunkt.
Es beginnt mit einer Revolution,
indem du eine solche in dir beginnst.
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Welche Art von "Bewegung in die Leute bringen" meinte Buchman genau? Um dies zu illustrieren, sprach er häufig von einem Beispiel der Vergebung aus dem Jahr 1908, als er in der Lage war, Groll, den er für 6 ehemalige Kollegen hegte, loszulassen. Er meinte dazu: "Ich war der siebte "schlechte" Mann." Er schrieb jedem einzelnen dieser Männder und bat sie um Vergebung und sagte, dass er auch ihnen vergeben habe. Diese Erfahrung trat eine kreative Kraft in Buchman frei, so dass er in der Lage war, seinen Nächsten zu helfen, eine ähnliche Erfahrung zu machen.
Als Christ interpretierte Buchman seine Erfahrung als eine Erfahrung mit dem Kreuz:
"Es schuf in mir eine Art vibrierendes Gefühl, als ob ein starker Lebensstrom plötzlich durch mich hindurch liefe und ich fühlte mich hinterher, als ob ich eine Art spirituelle Erweckung erlebt hätte. Da war kein Gefühl mehr von Zwiegespaltenheit, von Kalkulierung oder Auseinandersetzung, von Unterdrückung oder Hilflosigkeit. Eine Welle starker Emotionen, gefolgt von dem Willen, mein Leben zu übergeben, stieg in mir auf...und schien meine Seele aus ihrer Verankerung aus Selbstsucht herauszureissen, über diese grosse und tiefe Kluft hinweg zum Fuss des Kreuzes."
In späteren Jahren, als er mehr und mehr mit Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammenarbeitet, sprach er dem grossen "Ich", das ausradiert werden musste.
Er glaubte daran, dass jeder eine solche Erfahrung machen könne, egal welcher Religion er angehöre.
Die Reise eines jeden Menschen ist einzigartig und es gibt keinen einfachen Mechanismus, der angewandt werden könnte, um jemandem zu helfen, sich zu ändern. Trotzdem hat IofC "Werkzeuge" entwickelt, die helfen können.
1. Wirf einen guten Blick in den Spiegel. Wenn man ein "moralisches Inventar" unseres Lebens durchführt, kann dies überraschend hilfreich sein in der Offenbarung von Facette unserer Persönlichkeit, von denen wir bislang nichts wussten. Als Richtlinien können universal gültige moralische Werte genommen werden, die auf absoluter Ehrlichkeit, Reinheit, Selbstlosigkeit und Liebe basieren.
- Ehrlichkeit - sich und andere nicht belügen
- Reinheit - die Freiheit, nicht von unseren eigenen Wünschen, Ängsten und Unsicherheiten kontrolliert zu werden
- Selbstlosigkeit - ein Engagement für Fairness und Gerechtigkeit und einen Willen, mit anderen zu teilen
- Liebe - eine Herzensqualität, die die Basis aller moralischen Werte darstellt. Eine Bereitschaft, Hass und Eifersucht loszulassen. Ein Engagement, Vergebung zu leben.
Warum absolut? Weil es unsere Natur ist, uns immer mit anderen Menschen zu vergleichen und dadurch die Art und Weise verstärken, wie wir uns selber sehen. Wir sagen beispielsweise: "Ich bin ehrlicher als viele andere Menschen." oder "Ich bin sehr egoistisch im Vergleich zu meiner Mutter." In all diesen Vergleichen zieht immer irgend jemand den Kürzeren. sie sind wie der Morgenstern - keiner erreicht ihn jemals, aber er kann uns auf unserem Weg leiten.
Nimm dir Zeit, ein inneres Inventar vorzunehmen - etwa 1 Stunde reicht hier schon, um einen guten Anfang zu machen und allein, in der Stille zu arbeiten. Setz dich mit einem Schreibblock oder einem Heft hin, um deine Gedanken aufschreiben zu können. Nimm dir dann jeden einzelnen der vier absoluten Massstäbe genau vor: Bin ich wirklich absolut ehrlich? Wann habe ich das letzte Mal jemanden übers Ohr gehauen oder belogen? Wie sieht es mit meinen Steuern aus? Zahle ich immer das, was ich sollte? Tue ich immer das, was ich sage, dass ich es tun werde? Bin ich glaubwürdig?
Niemand braucht zu sehen, was du schreibst, es geht darum, wie ehrlich du mit dir selber bist. Vergiss nicht, auch positive Sachen zu notieren, beispielsweise Momente, in denen du ehrlich, rein, selbstlos warst oder jemandem in Liebe begegnet bist.
2. Handle entsprechend. Am Ende dieses Prozesses hast du neue Einsichten gewonnen. Vielleicht hat dein Gewissen lauter als sonst geredet. Es ist jetzt wichtig, dass du nun entsprechend handelst. Vielleicht ist es Zeit, das Buch, das du vor Jahren "ausgeliehen" hast, zurückzugeben. Vielleicht hast du Menschen verletzt und solltest dich bei ihnen entschuldigen. Vielleicht hast du jemanden betrogen und solltest ihnen die Wahrheit sagen.
Gibt es Menschen, denen du vergeben solltest? Vergebung ist ein Prozess, der Zeit brauchen kann, aber der Wille, es zu tun, ist ein wichtiger erster Schritt. Wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist, sich mit den Augen des anderen sieht, versucht, die Dinge vom Standpunkt des anderen zu sehen, kann das helfen. Oft vergeben wir uns selbst am schwersten. Dinge mit einem vertrauenswürdigen Freund durchzusprechen kann helfen
3. Regelmässig eine Zeit der Stille einplanen. Stille wird schon lange als ein kraftvolles Werkzeug der Veränderung angesehen. In der Stille haben wir Zugang zu einer inneren Weisheit, der Stimme unseres Gewissens, die Mysthiker als Stille Gottes bezeichnen. Dieser Stimme zuzuhören kann Inspiration und innere Stärke geben, um Veränderung zu bewirken.
Frank Buchman lehrte, jeden Tag eine solche "Stille Zeit" einzuplanen, jeden Gedanken aufzuschreiben, um frei für Neues zu werden.
In der Stille begegnen wir auch der Stimme des eigenen "Ichs" und es ist wichtig, dass wir lernen, zwischen der Stimme des "Ichs" und der Stimme der Liebe zu unterscheiden. Es ist sehr leicht, sich selbst zu betrügen durch ein Ego, das denkt, durch es spreche die Stimme Gottes. Wenn man sich dagegen immer wieder an den vier absoluten Massstäben misst, kann dies helfen, Verwirrung vorzubeugen. Wenn wir unsere Gedanken mit anderen teilen, kann dies ebenfalls hilfreich sein.
Es ist wichtig, das, was wir erkannt haben, umzusetzen. Eine Stimme des Gewissens, die immer und immer wieder ignoriert wird, wird irgendwann schweigen und nichts mehr sagen; Dies ist mit Sicherheit wahr, wenn es um die innere Stimme de Gewissens geht. I
4. Nimm andere mit! Werde kreativ. Wer sind die Schlüsselfiguren in dem Bereich, den du angehen möchtest? Wer wäre dein Traumteam? Es kann sehr ansteckend sein, Menschen anzusprechen und ihnen von deinen Erfahrungen und Gedanken und deiner persönlichen Veränderung zu erzählen, wenn dies in Demut geschieht. Stell dich auf das Unerwartete ein! In der Stille kommen dir vielleicht Gedanken, wen du ansprechen könntest. Manchmal sind die seltsamsten Gedanken die Angeln, um grosse Türen zum Schwingen zu bringen.
5. Schaffe Hoffnung für die Welt. Wenn du beginnst, Veränderung zu sehen, dann teile diese Geschichte mit anderen und iinspiriere sie dadurch. Zu viele Menschen bleiben passiv, weil sie keine Hoffnung haben, Dinge verändern zu können oder nicht daran glauben, wichtig zu sein und etwas bewirken zu können. Indem du deine Geschichte erzâhlst, können andere motiviert werden, selbst etwas in Bewegung zu bringen oder dich vielleicht in dem zu unterstützen, was du tust.
Schicke uns eine E-Mail, wenn du eine Geschichte hast, die du mit anderen teilen möchtest.
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