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AKTUELLE EINSATZGEBIETE IM BEREICH INTERNATIONALER VERTRAUENSBILDUNG UND VERSÖHNUNG

Heute bemüht "Initiative of Change" (IofC) durch Dialog, Vertrauensbildungs-Workshops, Weiterbildung, Kampagnen und Trainingsprogramme eine Kultur der Integrität, die zu Vertrauen und Konfliktprävention hinführt, aufzubauen. Diese Aktivitäten ermöglichen es Schlüsselpersonen, ihre Kapazitäten und Fähigkeiten zu erweitern, um mit sozial und ethisch verantwortungsvoll zu handeln.

Aktuelle Beispiele der Förderprogramme für Vertrauensbildung und Versöhnung auf internationaler Ebene sind:

AFRIKA
  • Burundi: Seit 2003 wurden im internationalen IofC-Konferenzzentrum in Caux/Schweiz mehrere Versöhnungs-Workshops mit Führungspersonen aller wichtigen Konfliktparteien durchgeführt. Unterstützung während der Verhandlungen, die im September 2006 zu einem Waffenstillstand und damit zu einem wichtigen Schritt in Richtung Frieden führten. 
  • Demokratiscbe Republik Kongo: 2002 und 2003 koordinierte IofC in und um Lubumbashi herum Aktivitäten und Einsätze zwischen Menschen der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen im Land.
  • Elfenbeinküste: IofC erhielt den "Verdienstpreis" für seinen Einsatz zur nationalen Versöhnung. 2007 führte ein Workshop für Journalisten in Zusammenarbeit mit der Presseagentur "InfoSud" zu einem neuen Netzwerk, dem sogenannten "Journalisten für Frieden und Versöhnung".
  • Ghana: Stammesrivalitäten und Konflikte um Landbesitz hatten über die Jahre hinweg immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstössen geführt. 2003 organisierte IofC in Bortianor ein Treffen mit  Angehöriger der verschiedenen Parteien.
  • Kenia:  Als Antwort auf  ethnische Auseinandersetzungen nach den Wahlen 2007 begannen jungen Kenianer, die mit IofC zusammenarbeiten, die Bewegung "Kenia ist mir wichtig!". Sie nutzten Erlebnisse und Geschichten, Sketche und Lieder, um Schulkindern Möglichkeiten aufzuzeigen, die Spirale der Stammeskonflikte aufzubrechen.
  • Sierra Leone: Seminare zur Vertrauensbildung für Polizei- und Militäroffiziere. Programme zur Reintegration ehemaliger RUF-Rebellen und Dialoge zwischen ehemaligen Mitglidern der RUF und CDF, durchgeführt von der IofC-inspirierten Bewegung  "Hope Sierra Leone" (H-SL). H-SL führte bei den Wahlen 2007 eine "Clean Election Campaign" (Kampagne für saubere Wahlen) durch und konnte dadurch massgebend an einer Verhinderung von Gewaltausbrüchen im Zusammenhang mit den Wahlen beitragen.
  • Somalien: Durchführung zahlreicher Workshops und Seminare für Vertrauensbildung in Schweden, Grossbritannien und der Schweiz unter Einbeziehung von Führungspersonen der verschiedenen Klans und Stämme aus Somalien und dem Exil.  Über die letzten 13 Jahre hinweg konnten  wichtige Versöhnungen zwischen Schlüsselpersonen stattfinden.
  • Sudan: Teams des IofC-Netzwerks "Creators of Peace" (Friedensstifter) führten 2007 in Juba (Südsudan) und Khartoum Workshops für Politiker und for Aktivisten aus dem sozialen Bereich durch, um Barrieren des Hasses und der Vorurteile zu durchbrechen, die zu einem 20-jährigen Konflikt geführt hatten.
EUROPA
  • A Heart and Soul for Europe (Ein Herz und eine Seele für Europa): Konferenzen und Dialogarbeit zwischen den verschiedenen Völkern Europas tragen zu einem Engagement zu gemeinsamen Grundwerten bei, um Einheit zu stärken.
  • Frankreich: Seit 10 Jahren bringt die "Initiative Dialog" Moslems und Nichtmoslems auf lokaler Ebene an einen Tisch, um die Gräben zwischen verschiedenen Welten, die sich gegenseitig nicht kennen und ignorieren zu überbrücken. Das Bildungsprogramm "Erziehung für Frieden" arbeitet mit Schulen zusammen, um Schülern gewaltlose Wege aus Konflikten aufzuzeigen.
  • Foundations for Freedom (Grundlagen des Friedens): Ein Trainingsprogramm aus Kursen und Workshops um jungen Führungskräften eine Grundlage in moralischen und geistlichen Werten zu vermitteln, die für eine freie Gesellschaft unerlässlich sind. Das Programm, inzwischen von der Ukraine aus organisiert, ist seit 1993 aktiv.
  • Grossbritannien: IofCs "Hope in the Cities" -Programm (Hoffnung für die Städte) konzentriert sich darauf, am Heilungsprozess von Rassenkonflikten und Auseinandersetzungen auf Grund wirtschaftlicher Unterschiede mitzuarbeiten. Am 200-jährige Jahrestag, mit dem 2007 dem Ende des transatlantischen Sklavenhandels gedacht wurde, fanden in Liverpool, Richmond/Virginia (USA) und Benin/Westafrika Veranstaltungen statt, um ein neues "Versöhnungsdreieck" zu gründen.
KOREA UND JAPAN
  • Schwerpunkt auf Anerkennung und Heilung von Wunden durch die Geschichte der Länder. IofC konnte zu einem wichtigem Austausch von Parlamentariern, Geschäftsleuten und anderen Menschen beitragen.
NAHER UND MITTLERER OSTEN
  • Israel / Palästina: Konferenzen, Workshops und Dialogarbeit  zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen zwischen Israelis und Palästinensern aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft, die hauptsächlich in Caux/Schweiz stattfinden.
  • Libanon: IofC arbeitet seit vielen Jahren daran, Brücken zu bauen zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften des Landes. An den Caux-Konferenzen unter dem Thema "Agenda der Versöhnung" nahmen während der letzten Jahre immer wieder auch libanesische Gruppen teil mit  Menschen der verschiedensten religiösen. Einige dieser Konferenzen konnten wichtige Beiträge zur Versöhnung leisten, die neue Initiativen und Schritte im Libanon ermöglichten. 
  • Moslem - Nichtmoslem- Dialoge in der Schweiz 2002 und Marokko 2004. Diese Dialogrunden zielen darauf ab, ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen zwischen Akademikern, Diplomaten, religiösen Führern, Politikern und jungen Menschen mit moslemischem, christlichem und jüdischem Hintergrund.
OZEANIEN
  • Australien: Seit mehr als 50 Jahren Arbeit hinter den Kulissen bei nationalen Prozessen und Versöhnungsarbeit zwischen Aborigenies und nicht-eingeborenen Australiern, u.a. auch durch informelle strategische Arbeit für den "Tag der Heilung", an dem unter Teilnahme von Tausenden von Australiern sogenannte "Es tut uns leid"-Rallies zur Versöhnung stattfanden.  In Sydney liessen eine Reihe von grossangelegten Dialogrunden zwischen Christen und Moslems örtliche Gemeinschaften enger zusammenrücken. 
  • Papua Neu-Guinea: Einsatz seit über 6 Jahrzehnten. Kürzlich fanden in Dörfern 40 Workshops statt  über Themen wie: Wie werden aus Feinden Freunde? Gute Beziehungen leben in der Familie und in der Gemeinschaft. Durchführung von Entwicklungsprogrammen.
  • Salomoninseln und Fiji: Seit 5 Jahren intensive Konferenz- und Workshoparbeit zur Vertrauensbildung, um Stammeskonflikte beizulegen, verborgene Korruption aufzudecken und anzusprechen und um eine Grundlage zu legen für einen währenden Frieden. Workshops zur Versöhnung für Offiziere der Polizei der  Salomoninseln und ehemaligen Kämpfern.
SÜDOSTASIEN
  • Kambodscha und Vietnam: Eine Reihe von vier Dialog- und Austauschrunden zur Versöhnung zwischen jungen Kambodschanern und Vietnamesen, um das Erbe von Misstrauen der letzten Kriege zu überwinden.
NORDAMERIKA
  • Kanada: Durch sein "Partner der Versöhnung"-Programm führt IofC Dialogrunden und Brückenbauen-Workshops zwischen Indianern, englisch- und französischstämmigen Amerikanern und anderen ethnischen Gruppen des Landes. Ebenfalls Dialog- und Workshoparbeit zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen.
  • Vereinigte Staaten: Durch das "Hoffnung für die Städte"-Programm bemüht sich IofC über persönliche und institutionelle Veränderung gerechte und integrative Gemeinschaften zu gründen durch eine Versöhnung zwischen Menschen und Gruppen verschiedener Rassen und Religionen. Hauptsitz des Programms "Hoffnung für die Städte" ist Richmond/Virginia. Das Programm arbeitet daran, "einen ehrlichen Dialog über Rassen, Versöhnung und Verantwortung" anzuregen.  Es setzt sich ebenfalls dafür ein, in verschiedenen amerikanischen Städten Partnerschaften zur Versöhnung über Rassentrennung hinweg zu initiieren und Dialog-Mentoren auszubilden. Führungskräfte und engagierte Menschen aus Städten in Grossbritannien, Brasilien, Südafrika, Australien und anderen Ländern nehmen auf internationaler Ebene ebenfalls am "Hoffnung für die Städte"-Programm teil.

 

IofC in Kürze

Initiativen der Veränderung (Initiatives of Change/ IofC) ist eine internationale Bewegung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, die sich für eine Veränderung der Gesellschaft einsetzen. Diese Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen und basiert auf der Veränderung von Beweggründen und persönlichen Verhaltensweisen.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen zu inspirieren, auszurüsten und miteinander in Kontakt zu bringen, um die Bedürfnisse dieser Welt in den Bereichen Vertrauensbildung, einer ethischen Führungskultur und einem zukunftsfähigen Lebensstil anzugehen. Dabei fängt Veränderung bei jedem Einzelnen an.

 

Omnia Marzouk, Präsidentin, IofC International
"Nichts kann auf Dauer geschaffen werden ohne das Verlangen von Menschen, ihr Leben zu verändern und die Veränderung, die sie sich für die Gesellschaft erhoffen, als Beispiel vorzuleben."