User login

HIGHLIGHTS 2008-2009
IOFC KOMPAKT
Highlights web image 1 - Caux forum for human security
INITIATIVES OF CHANGE - INITIATIVEN DER VERÄNDERUNG

"Initiativen der Veränderung" ist eine internationale Bewegung, die in 60 Ländern tätig und in 39 Ländern offiziell eingetragen ist. Jede nationale Organisation ist für sich unabhängig, kann aber dem internationalen Dachverband „International Association of Initiatives of Change“, der im Jahr 2002 gegründet wurde, beitreten.

Auf internationaler Ebene wird die Arbeit von IofC durch einen Internationalen Rat und mit Hilfe jährlicher globaler Konsultationen, an denen Vertreter aus der ganzen Welt teilnehmen, koordiniert.

OXFORD GROUP UND MORALISCHE AUFRÜSTUNG

Diese Struktur hat sich seit den Anfängen von IofC – damals noch bekannt als „The Oxford Group“ (Oxford-Gruppe) und später als die „Moralische Aufrüstung“ (MRA) – in nunmehr 70 Jahren schrittweise herausgebildet.

Die Bewegung schöpfte ihre Energie stets aus geistig-religiöser Inspiration und der persönlichen Veränderung, die als Motivationskräfte für ihre Mitglieder wirken. IofC ist eigentlich eher eine Lebensart als eine Mitgliederorganisation, und die formalen Strukturen wurden stets auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt.

DIE ANFÄNGE

In den Anfängen gab es nur wenige Überlegungen oder Absichten zur Gründung einer Organisation. Wer mit Frank Buchman und seinen Weggefährten in Kontakt kam, wurde in der Regel ermuntert, ein lokales „Team“ zu begründen. Diese Teams trafen sich regelmäßig, um sich gegenseitig in der neuen Lebensweise, auf die sie sich eingelassen hatten, zu unterstützen. Häufig wurden Sie von einem oder mehreren Full-time-Workern unterstützt, die sich zum freiwilligen Engagement für diese Arbeit berufen fühlten und in der Regel von Mitgliedern des lokalen Teams untergebracht und finanziell unterstützt wurden. Diese Tradition des Engagements von unbezahlten Full-time-Workern lebt auch heute noch in vielen Ländern fort.

Als der 2. Weltkrieg heraufdämmerte, traten strategische Aktivitäten, mit denen sowohl Einzelpersonen erreicht als auch der Lauf der Dinge beeinflusst werden sollte, mehr und mehr in den Mittelpunkt. In den späten 30-er Jahren fanden in Europa und Amerika zahlreiche Massenveranstaltungen statt. Während und nach dem Krieg warben reisende Aktionsgruppen – häufig mit Bühnenproduktionen – für die Sache. Es wurden ständige Zentren für Konferenzen und andere Zwecke eingerichtet.

Diese Entwicklungen waren nach wie vor auf freiwillige Anstrengungen in einem unstrukturierten Netzwerk angewiesen, erforderten jedoch ebenfalls einen Grad an Organisiertheit, personeller Unterstützung und Finanzkraft, der in den ersten Tagen so noch nicht vorherzusehen war. Es wurden enorme Geldbeträge aufgebracht – fast vollständig aus persönlichen Spenden und oft mittels großer Opfer auf Seiten der Spender.

VORKRIEGSZEIT UND DER 2. WELTKRIEG

Ab 1939 traten mehrere nationale Organisationen formal der MRA bei, und zwar gewöhnlich als Ad-hoc-Reaktion auf die Umstände – geleitet zum Beispiel durch das Bedürfnis nach einer Rechtspersönlichkeit, die Eigentum besitzen konnte. Im Einklang mit lokalen Gesetzen und Traditionen entstand eine ganze Reihe von unabhängigen nationalen Organisationen. Sie waren für die Arbeit der MRA in ihrem eigenen Land zuständig, verfügten jedoch nicht über eine formelle Koordination und hatten auch international keine Verantwortung. Diese nationalen Organisationen tragen auch heute noch die letzte rechtliche und finanzielle Verantwortung für alles, was im Namen von IofC in ihren Ländern unternommen wird.

NACH DEM 2. WELTKRIEG

In einem weltumspannenden Netzwerk, das durch die Verpflichtung gegenüber dem göttlichen Willen und starke Freundschaften gekennzeichnet war, funktionierte dies gut und mit einem Minimum an organisatorischen Strukturen – und in den 40-er und 50-er Jahren erlebte die MRA in vielen Teilen der Welt einen bedeutenden Aufschwung.

Nach dem Tod von Frank Buchman und Peter Howard in den 60-er Jahren führte jedoch das unvermittelte Fehlen einer weltweit allgemein anerkannten Führungspersönlichkeit als Anhaltspunkt im Entscheidungsfindungs- und Gestaltungsprozess zu einem schmerzlichen Bruch zwischen mehreren nationalen Organisationen, von denen einige ihre Energie fortan auf ein Jugendprogramm mit Sitz in den USA, das sich später zu „Up With People“ entwickeln sollte, verwandten.

Nach einer Zeit der Anpassungen und der Restrukturierung begannen die Führungspersonen von IofC einer ganzen Reihe von Ländern, ein System der globalen Konsultationen zu entwickeln, deren erste 1980 in Nemi in Italien stattfand.

IOFC HEUTE

"Initiativen der Veränderung" ist heute eine internationale Bewegung, die in 60 Ländern tätig und in 39 Ländern offiziell eingetragen ist.

Jede nationale Organisation ist für sich unabhängig, kann aber dem internationalen Dachverband „International Association of Initiatives of Change“, der im Jahr 2002 gegründet wurde, beitreten.

Auf internationaler Ebene wird die Arbeit von IofC durch einen Internationalen Rat und mit Hilfe jährlicher globaler Konsultationen, an denen Vertreter aus der ganzen Welt teilnehmen, koordiniert.

MEHR INFORMATIONEN HIER...>>

ZIELE AKTUELLER INITIATIVEN

Aktuelle Initiativen zielen darauf ab:

  • Wunden der Geschichte zu heilen, den Teufelskreis der Vergeltung zu durchbrechen, besonders an Nahtstellen von Kulturen und Zivilisationen; die moralischen und geistigen Grundlagen der Demokratie zu stärken und Eigennutz und Korruption die Stirn zu bieten;
  • In einem Klima der Ichbezogenheit und Schuldzuweisung das Bewusstsein für Zuwendung und Verantwortung in Familie und persönlichen Beziehungen zu fördern;
  • Verantwortungsbewusstsein und ethisches Engagement in Wirtschaft und Berufsleben zu fördern, damit Arbeitsplätze geschaffen, wirtschaftliches und ökologisches Ungleichgewicht korrigiert und die Ursachen der Armut beseitigt werden.
  • Zusammengehörigkeitsgefühl und Hoffnung in Städten und Gemeinwesen zu beleben, indem die Ursachen von Armut, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit angegangen werden. werden;
  • Netzwerke von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Kulturen zu schaffen, die der Arbeit für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden verpflichtet sind.
 FINANZEN

In finanziellen Fragen gilt nach wie vor der frühe Grundsatz von Frank Buchman – „Wo Gott lenkt, gibt er auch die Mittel“ –, der natürlich in unterschiedlichen Kulturen zahlreiche verschiedene Äußerungsformen finden kann.

Grundsätzlich gilt: "Initiatives of Change" hängt von der Grosszügigkeit und den Spenden von Einzelpersonen oder Einrichtungen ab, um seine wichtige Arbeit fortführen zu können. Mit einem langjährigen Hintergrund an freiwilligen Mitarbeitern können allgemeine Unkosten auf ein Minimum reduziert werden und aus Wenigem wird viel geschaffen.

Zusätzlich zu Geld- oder Materialspenden haben schon viele Menschen das unbezahlbare Geschenk ihrer persönlichen Zeit und Fähigkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt und eingesetzt.

In Ländern mit einer starken Tradition der individuellen Unterstützung für geistig-religiöse Anstrengungen werden IofC-Programme, Zentren und Full-time-Worker tendenziell durch persönliche Spenden finanziert. In einigen wenigen Ländern stammt ein Großteil der Finanzmittel aus Mitgliedsbeiträgen (z.B. Japan).

In Indien bezahlen Unternehmen und Organisationen die Kurse, die ihr Personal am IofC-Zentrum in Panchgani besucht.

Das internationale Konferenzzentrum in Caux/Schweiz wird teilweise über die Vermietung des Gebäudes ausserhalb der Konferenzzeiten an eine Hotel-Management-Schule finanziert. Andere Programme zielen darauf ab, sich selbst zu finanzieren, sei es durch Einzelspenden oder Spenden und Zuschüsse von Trusts, Stiftungen oder öffentlichen Trägern.

Die Einnahmequellen werden immer vielfältiger, einschließlich einer wachsenden Anzahl an Beihilfen von Stiftungen und Regierungen, und eine jede von ihnen wird als ein Zeichen von Gottes Wirken wert geachtet.

Um Einsicht in die Finanzen 2008 zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

Um Informationen über Spenden und Online-Einzahlungen zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

VIELFALT AN PROJEKTEN UND PROGRAMMEN

Obwohl die Kernprinzipien des Lebens, zu dem IofC aufruft, unverändert geblieben sind, entwickelt sich die Arbeit der Bewegung ständig weiter. Da die Aufgaben vielfältiger und die Welt komplexer geworden ist, lässt die Arbeit von IofC sich nun nicht mehr als eine einzige globale Kampagne oder ein einziges globales Projekt charakterisieren. Stattdessen bildete sich eine Vielzahl von nationalen und internationalen Programmen [hyperlink to Programmes page] heraus.

Jedes einzelne dieser Programme ist auf ein strategisches Ziel ausgerichtet und fördert in diesem Zusammenhang die grundlegende Erfahrung, für die IofC stets gestanden hat. In vielen Fällen werden diese Initiativen im Wesentlichen selbst, durch private Spenden oder Beihilfen von Unternehmen bzw. Stiftungen finanziert. Jede dieser Initiativen wird durch die Mittel und Kontakte von IofC genährt, bleibt ein Teil des Wirkens der Bewegung und strebt nach Förderung ihrer Prinzipien – ganz ähnlich also wie die Tochtergesellschaften von Konzernen.

IOFC ALS INTERNATIONALE NGO

Als Reaktion auf das Erfordernis, IofC bei den Vereinten Nationen als internationale NGO (Nicht-Regierungsorganisation) einzuschreiben, die rechtliche Kontrolle über die Verwendung des eigenen Namens zu haben und eine bessere internationale Koordination zu erlangen, ermöglichte der IofC-Rat die Gründung von „Initiatives of Change-International“, einer internationalen Vereinigung mit Sitz in der Schweiz.

Die "Initiative of Change - International" ist dazu da, die Koordination zwischen Mitgliedsländern und Partnerschaften mit anderen internationalen Organisationen zu erleichtern und zusätzlich eine Übersicht über IofCs internationale Programme zu ermöglichen. Ihre Finanzierung stammt hauptsächlich aus Spenden aus Mitgliedsländern und externen Finanzhilfen für spezifische Projekte. 2006 und 2007 stellte beispielsweise die Schweizer Regierung einen Grossteil des notwendigen Budgets für die Friedensstifter-Einsätze durch IofC in Burundi zur Verfügung.

Dem Vorstand dieser Vereinigung gehören neun Mitglieder, und sein Vorsitzender ist Mohamed Sahnoun. Es bleibt nun abzuwarten, ob IofC auch in Zukunft die gegenwärtig klar umgrenzte Rolle spielen oder diese in den nächsten Jahren noch ausbauen wird.

Für mehr Informationen über die Finanzierung von IofC-International, hier klicken.

Download Finanzen 2007: hier klicken.
Download Finanzen 2006:
hier klicken.

IofC in Kürze

Initiativen der Veränderung (Initiatives of Change/ IofC) ist eine internationale Bewegung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, die sich für eine Veränderung der Gesellschaft einsetzen. Diese Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen und basiert auf der Veränderung von Beweggründen und persönlichen Verhaltensweisen.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen zu inspirieren, auszurüsten und miteinander in Kontakt zu bringen, um die Bedürfnisse dieser Welt in den Bereichen Vertrauensbildung, einer ethischen Führungskultur und einem zukunftsfähigen Lebensstil anzugehen. Dabei fängt Veränderung bei jedem Einzelnen an.

 

Omnia Marzouk, Präsidentin, IofC International
"Nichts kann auf Dauer geschaffen werden ohne das Verlangen von Menschen, ihr Leben zu verändern und die Veränderung, die sie sich für die Gesellschaft erhoffen, als Beispiel vorzuleben."