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BRÜCKEN BAUEN AKTUELL - AUSGABE OKTOBER/NOVEMBER 2009

Liebe Leserin, lieber Leser,

schade, dass Sie in Caux nicht dabei waren - oder doch: mehrere von Ihnen waren da! Die Sommer-Konferenzen waren ein Erfolg, sowohl von der Anzahl und dem Profil der Teilnehmer wie auch von den Inhalten und der gesamten Atmosphäre. Wir freuen uns, Ihnen den Sommer-Bericht der Caux-Information zusenden zu dürfen, und bedanken uns herzlich bei den Herausgebern, die ihn uns kostenlos zur Verfügung stellen. (Ihre Spende dazu leiten wir gerne an CI weiter!)

Mein Arbeitsplatz an der Rezeption und am Telefon war ideal um mitzubekommen, mit welchen Erwartungen und überraschenden Fragen die neuen Teilnehmer anreisten – „Gibt es ein Swimmingpool im Haus?“ „Kann mir der Zimmerdienst um 23 Uhr ein leichtes Abendessen aufs Zimmer bringen?“ - und mit welch beglückten Auswertungen und frischen Perspektiven die allermeisten sich dann verabschiedeten!

Die Veranstalter der einzelnen Tagungen hatten die Inhalte mit viel Sorgfalt konzipiert. In den Vorbereitungstreffen halfen sie einander, dem berühmten „Geist von Caux“ treu zu bleiben. Dem wichtigsten Element dieses Geistes, der Praxis der Stille, wurde im Programm wieder mehr Raum gegeben als es in den letzten Jahren der Fall gewesen war.

Es war gelungen, für zahlreiche Themen erstrangige Referenten zu gewinnen: Persönlichkeiten, die nicht nur Kompetenz in ihrem Fachgebiet zeigten, sondern die mit ihrer ganzen Person dahinter standen und sich an den Gruppen-Gesprächen und am praktischen Leben im Haus von ganzem Herzen beteiligten.

Zwei Redner, die die Teilnehmer am ‚Caux-Forum für menschliche Sicherheit’ ganz besonders beeindruckten, waren – kaum zu glauben! – der zwölfjährige Deutsche Felix Finkbeiner und die dreizehnjährige Amerikanerin Ruthie Gopin! Felix forderte jeden auf‚ die Regenwälder zu schützen und selber Bäume zu pflanzen. Dies tut er mit der Kinder-Bewegung ‚Plant for the Planet’, die er gegründet hat und die jetzt in 20 Ländern aktiv ist. Ruthie hat ihrerseits ‚Carbon-Free Kids’ gegründet und mobilisiert Kinder - und Erwachsene - gegen die Erd-Erwärmung. Einen haben sie besonders überzeugt: den kongolesischen Senator und früheren Rebellen Moïse Nyarugabo, der sich bisher wenig für Umweltfragen interessiert hatte, der sich aber jetzt den Schutz des zweitgrößten Regenwalds der Welt, nämlich den des Kongo-Beckens, zu einer Priorität gemacht hat.

Immer mehr junge Menschen übernehmen Verantwortung für die praktischen Seiten der Konferenzen. Die meisten von ihnen können ihren Aufenthalt aber nicht selber finanzieren; deshalb wird ein großer Teil der Kosten von der Stiftung Caux-Initiativen der Veränderung getragen. Wenn Sie Ihren Beitrag dazu leisten möchten, können Sie es über das Konto unseres Vereins tun (siehe unten).

Nachrichten aus Deutschland

Wie in der letzten Ausgabe von BRÜCKEN BAUEN - aktuell angekündigt, fand zu Anfang Oktober auf Initiative von einigen Mitgliedern unseres Vereins das ‚Burgtreffen’ in der Nähe von Kassel  statt. (einen ausführlichen Bericht finden Sie demnächst hier.) Es war ganz von persönlicher und familiärer Atmosphäre bestimmt, dabei durchaus lebhaft: neben Chancen, einander in kleinen Gruppen und beim gemeinsamen Schmieden neuer Perspektiven ‚richtig kennenzulernen’, gab es die große Trommelstunde für alle mit Paul Agbih. Da der Hof Largesberg mitten im Wald liegt, brauchten wir auf Nachbarn nicht besonders Rücksicht zu nehmen – was nicht nur den fünf Kindern gut gefiel! Wir lernten, verschiedene Rythmen und Klänge zu erzeugen und beim eigenen Rhythmus zu bleiben, während die anderen neu Gelerntes dazufügten, sowie Verschiedenes zusammenklingen zu lassen: gleichzeitig Spiel und Übung für das tägliche Leben!

Das Wochenende war eine solche Bereicherung, dass wir das Haus gleich für das Wochenende vom 1.-3. Oktober 2010 buchten. (Dies soll auch ein Hinweis für Ihren Kalender sein!)

Weitere Nachrichten

- Der Film „Der Imam und der Pastor“ ist in Russland ausgesucht worden, um auf den 5. Internationalen Muslimischen Filmfestspielen (30. Sept.- 4. Oktober) in Anwesenheit des Regisseurs Alan Channer vorgeführt zu werden. In Frankreich wird am 6. November der Chirac Preis für Konflikt-Prävention an Imam Ashafa und Pastor James Wuye verliehen. Ex-Präsident Jacques Chirac und Kofi Annan werden der Zeremonie beiwohnen.

- Vielleicht erinnern Sie sich an Lwaboshi, den ‚Zachäus von Goma’ - im Osten des Kongo! Die Behinderten-Werkstätten, die er nach der Absage an sein korruptes Leben eröffnet hatte, haben den Terror der kämpfenden Gruppen überstanden. Mehr noch: im Frühjahr hat er mit den Behinderten eine Mikrokredit-Genossenschaft ins Leben gerufen, damit sie eigene Kleinunternehmen gründen können. Dies sind die Früchte seiner Teilnahme an einer IofC- Konferenz in Nairobi im Jahr 2002!

Bitte unterstützen Sie weiterhin unsere Arbeit in Caux und in der ganzen Welt!

Ihre Spenden an Initiatives of Change-Deutschland e.V. sind selbstverständlich steuerabzugsfähig.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre der Caux-Information. Vielleicht sehen wir uns ja dann im kommenden Sommer bei den nächsten Konferenzen in Caux!

Im Namen von Initiatives of Change-Deutschland wünsche ich Ihnen einen schönen sonnigen Spätherbst und danach: eine gesegnete Advent- und Weihnachtszeit!

Mit herzlichen Grüßen,

Nicole Thieke

BRÜCKEN BAUEN AKTUELL - AUSGABE FEBRUAR-MÄRZ 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

 Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 !
 
 Herzliche Gratulation den vielen Adressaten dieses Briefes, die im Ruhrgebiet                wohnen und die an diesem Wunder mitgewirkt haben!

Auch unsere ausländischen Leser, die in den 50er Jahren mehrere Monate mit einem MRA-Einsatz im Ruhrgebiet verbracht haben und die viele langjährige Freundschaften geknüpft haben*, werden sich mitfreuen.      

Im Jahr 1966 war das Ruhrgebiet für mich als junge Schweizerin, die ihr Quartier für sechs Monate mittendrin hatte, eine einzige graue und gelbe Wolke über Castrop-Rauxel! Direkt vor dem Fenster meines Schlafzimmers lief Tag und Nacht die Kohle auf dem Fließband. Bald darauf aber wurde eine Zeche nach der anderen geschlossen, eine Arbeitsstelle nach der anderen gestrichen. Es schien, als müsste für die Menschen der Himmel nochmals auf eine ganz andere Weise düster werden.

Aber: die Kumpel, ihre Familien und ihre Städte ließen sich nicht klein kriegen! Mit großem schöpferischem Geist stellten sie sich der gigantischen Aufgabe und Heraus­for­de­rung, aus ihrer Region eine total neue Landschaft zu machen: mit Natur und guter Luft auf dem Vor­marsch, einer vielfältigen Festspiel- und Theaterkultur, der Universitätsgründung und jetzt mit der schwung­vollen Eröffnungsfeier - bei miesem Wetter - und dem phantastischen Mose-Musical ! Ja, liebe Freunde an der Ruhr, Sie sind richtige Mutmacher! Glück auf!

<<< Vortrag von Michael Henderson am 6. Februar 2010 in München unter www.iofc.org/de  oder hier.

 
Nachrichten von Initiatives of Change International
 
Auf dem Weg zu einem vereinfachten Führungsmodell

Nach einer umfassenden Prüfung der Führungsstrukturen von  IofC International  haben der Internationale Rat und das Exekutiv-Komitee des Internationalen Verbandes ihren Vor­schlag für eine neue und vereinfachte Struktur vorgelegt, die auf dem bereits bestehenden Modell aufbaut und dieses erweitert.

Der Vorstand von Initiatives of Change-Deutschland e.V. hat über eMail diesen Vorschlag im Volltext an die Vereinsmitglieder weitergeleitet und sie ermutigt, sich dazu zu äußern. Die Rück­meldungen aus der ganzen Welt werden gegenwärtig von den Initiatoren des Vorschlags ausgewertet, und ein neuer Entwurf wird Mitte März zur weiteren Besprechung vorgelegt. Sollte der Vorschlag breite Unterstützung finden, wird er der IofC-„Global Consultation“ in Rumänien im April vorgelegt.

Die Leser von Brücken Bauen aktuell, die sich ab Mitte März an den Überlegungen zum neuen Entwurf beteiligen möchten, können diesen gerne bei unserer Adresse anfordern

Hier einige Auszüge aus der Präambel zum bisherigen Vorschlag:  

Wie Rajmohan Gandhi, Präsident von IofC International, in seiner Neujahrsbotschaft sagte: „Wir benötigen eine Weiterentwicklung hin zu einfacheren Prozessen der Entscheidungs­findung, an denen sich viel mehr Mitglieder des Netzwerkes von Initiatives of Change persönlich beteiligen können.

Teil davon wird eine wirksame und vereinigte Führungsstruktur für Initiatives of Change sein, die uns allen dient und uns dabei hilft, die verschiedenen Fäden von Programmen, Aktionen und Initiativen zu einem gemeinsamen, reichhaltigen Muster zu verweben, so dass wir gemeinsam besser und wirkungsvoller an der Erreichung unserer Ziele arbeiten können.“

Initiatives of Change ist eine globale Bewegung auf spiritueller Basis:

Eine Bewegung in Menschen – Veränderung der Beweggründe, der Einstellungen und der Verhaltensweisen durch Reflexion, Zuhören und Auseinandersetzung mit moralischen Standards;

eine Bewegung zwischen Menschen – Dialoge in einer bejahten kulturellen Vielfalt führen zu veränderten zwischenmenschlichen Beziehungen sowie zur Bildung von Teams und Netzwerken;

eine Bewegung von Menschen – Menschen, die miteinander und mit anderen zusammen arbeiten wollen, um weltweit positiven Wandel und Heilung hervorzubringen.

Gemeinsame Grundlage für das vielfältige IofC-Netzwerk sind die in Richmond im Jahr 2001 formulierten Grundsätze – vgl. http://www.iofc.org/affirmations. Im Mittelpunkt von IofC steht die Überzeugung, dass jeder einen bedeutenden Beitrag zum positiven Wandel leisten kann, wo immer erforderlich, indem er mit der Veränderung bei sich selbst und in seinem eigenen Leben anfängt - und dass es eine übergeordnete Macht gibt, die diese Veränderung leiten und ermöglichen kann. Das individuelle Engagement gründet auf der kollektiven Vision einer Veränderung und Heilung auf globaler Ebene – wie auch auf dem Willen zur Zusammenarbeit an der gemeinsamen Aufgabe, dort etwas zu bewirken, wo es am dringendsten notwendig ist.

Eine solche kühne Vision erfordert vertrauensvolle Partnerschaften. Das Besondere an IofC ist die Partnerschaft von Menschen aus verschiedenen Rassen, Glaubensrich­tungen, Kulturen, Nationalitäten, mit sehr unterschiedlichen Biographien und Kompetenzen, deren Handeln einem echten Mitgefühl und der persönlichen Veränderung entspringt.

Soviel aus der Präambel. - Der konkrete Vorschlag in ein paar Sätzen: die zwei Strukturen (eine informelle, eher geistliche und eine rechtliche) der letzten 8 Jahre, mit zwei Führungs­gremien, werden zusammengeführt. Der Internationale Verband besteht dann nicht mehr allein aus den nationalen Vereinen, sondern umfasst auch die vielen transnationalen IofC-Initiativen sowie die Gruppen und Individuen, die nirgendwo amtlich eingetragen sind, aber mit großem Engagement die Ziele von IofC verfolgen. Der neue Internationale Rat (11 Mit­glieder) übernimmt kollegial sowohl die geistlichen Aufgaben des früheren Internationalen Rats als auch die rechtlichen Aufgaben vom Vorstand des Internationalen Verbandes.      

 
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Redaktion und Versand:

Nicole Thieke, Bundesallee 79a, 12161 Berlin

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Internet: www.initiativesofchange.org

 

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Vom Ausland aus: IBAN: DE37520604100000419931 BIC: GENODEF1EK1

TERMINE 2010

- 28.-30.05.2010 Tagung in Kassel mit Mitgliederversammlung von IofC-D

- 01.-03.10.2010 2. Burgtreffen Hof Largesberg bei Kassel

- 17.-24.06.2010 Arbeitswoche in Caux (Konferenzvorbereitung der Gebäude)

- 02.07.-17.08.2010 Internationale Sommerkonferenzen in Caux

- 26.12.-01.01.2011 Winterkonferenz in Caux

 

 

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IofC in Kürze

Initiativen der Veränderung (Initiatives of Change/ IofC) ist eine internationale Bewegung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, die sich für eine Veränderung der Gesellschaft einsetzen. Diese Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen und basiert auf der Veränderung von Beweggründen und persönlichen Verhaltensweisen.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen zu inspirieren, auszurüsten und miteinander in Kontakt zu bringen, um die Bedürfnisse dieser Welt in den Bereichen Vertrauensbildung, einer ethischen Führungskultur und einem zukunftsfähigen Lebensstil anzugehen. Dabei fängt Veränderung bei jedem Einzelnen an.

 

Omnia Marzouk, Präsidentin, IofC International
"Nichts kann auf Dauer geschaffen werden ohne das Verlangen von Menschen, ihr Leben zu verändern und die Veränderung, die sie sich für die Gesellschaft erhoffen, als Beispiel vorzuleben."