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Caste Meeting 2016 invitation IofC Germany

6. Burgtreffen 2015 mit IofC Deutschland

Dienstag, 1. Dezember 2015

"...denn mein Alltag ist so voll!" - 6. Burgtreffen in Lützensömmern mit IofC Deutschland

Anfang November 2015 fand erneut ein Burgtreffen in Lützensömmern statt. Es war das sechste Treffen dieser Art in Deutschland und auch dieses Mal brachte es Menschen aller Generationen im Alter von 6 – 65 Jahren zusammen.

Das traditionsreiche Rittergut, das im Thüringer Becken nördlich von Erfurt liegt, wurde 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet und dann nach der Wende liebevoll und fachgerecht zum Verein Tagungshaus Rittergut e.V. umgebaut. Es ist genau der richtige, ruhige und historisch wichtige Ort,  um sich zurückzuziehen und über wichtige und entscheidende Fragen nachzudenken.

Das Leitthema unseres Wochenendes war: "Ist ein Engagement für gesellschaftliche Fragen und Probleme noch möglich, denn mein Alltag ist so voll...!" Es ermöglichte den Teilnehmenden eine Auszeit zum Nachdenken, aber auch zum Finden neuer Perspektiven.

"Sich inmitten der täglichen Anforderungen für Gespräche und neue Gedanken Zeit zu nehmen tat einfach gut und gab neue Kraft.", sagte eine Teilnehmerin. All dies wurde durch die Offenheit der Gespräche bei diesem Treffen ermöglicht wurde.

Karina aus Hamburg (ursprünglich aus Tadshikistan) war zum ersten Mal gekommen und schrieb: "Besonders gefallen haben mir die Aufnahme von den neuen Mitgliedern, das Programm und das Zusammensein. Es gab tiefe Gespräche und im Grunde waren alle Menschen herzlich und die Atmosphäre war sehr schön! Vielen Dank, dass ich dabeisein durfte!"

Mit Hilfe einer Präsentation wurde den Teilnehmenden nahegebracht, was Rückzug in die Stille bedeutet und warum Stille und Energie so dringend benötigt werden. Danach hatten alle die Möglichkeit, diesen Raum der eigenen Gedanken neu für sich zu entdecken - draussen in der Natur oder im Haus.

Wir sind täglich An- und Überforderungen ausgesetzt und dabei immer wieder gezwungen, Entscheidungen zu treffen. Auf anschauliche Weise präsentierte Ulrike Keller, wie, warum und wo Entscheidungen getroffen werden, welche Auswirkungen sie haben, was das menschliche Bewusstsein prägt und welche Faktoren unser Denken und Verhalten beeinflussen. Diese Faktoren zeigen deutlich, wie und womit unser Leben verbunden ist und wovon es oft gesteuert wird.

Diese Erklärungen halfen einer Teilnehmerin im Laufe des Wochenendes bei einer wichtigen Entscheidungsfindung: "Das war für mich das Beste an diesem Treffen: Ich habe mich mit Hilfe der Präsentation und durch die guten Gespräche mit allen endlich entscheiden können, was ich im kommenden Jahr wirklich machen möchte."

"Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!", lautet der bekannte Satz von Mahatma Gandhi. Aber was bedeutet er wirklich für jeden von uns?

Mit Hilfe einer symbolischen Wanderung durch ein Labyrinth wurde dieser Satz lebendig. Jeder nahm am Eingang des Labyrinths einen Stein als den „schweren Stein“ in seinem Leben mit hinein, wanderte durch verschiedene Stadien innerhalb des Labyrinths bis hin zu den Samen, die am Ende in einer Schale ausgelegt waren. Der Samen nahm am Schluss die Stelle des Steines ein mit der Bitte: „Möge dieser neue Samen den alten schweren Stein ersetzen!“

Dass verschiedenste Teilnehmende sich für die Arbeit mit Flüchtlingen entschieden haben und sich hierfür in unterschiedlichen Initiativen engagieren, wurde als besonders wertvoll empfunden, da sich dadurch zeigt, dass man sich sehr wohl in verschiedenen Bereichen (auch im Rahmen unserer täglichen Aufgaben) positiv einbringen kann. 

Es war eine Zeit der Reflektion, der Begegnung und des Auftankens. Danke für ein wundervolles Treffen!