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IofC Deutschland - Burgtreffen 2014

Dienstag, 4. November 2014

Burgtreffen 2014: Vertrauen aufbauen über un-sicht-bare Schranken hinweg!

"Vertrauen aufbauen über un-sicht-bare Schranken hinweg" lautete das Thema des diesjährigen Burgtreffens, das vom 24. – 26. Oktober auf einem Rittergut in Thüringen/Deutschland stattfand. Die Teilnehmer (zwischen 11 und 65 Jahren) kamen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Ein Kinderprogramm gab es dieses Mal nicht, sondern alle nahmen gemeinsam an den einzelnen Programmpunkten teil.

Vertrauen ist ein Thema, das uns immer wieder in unserem Leben und Alltag begegnet.

Vertrauen, kann ich das? Will ich das noch? Auf verschiedenste Art und Weise setzten wir uns mit diesem spannenden Thema auseinander.

Die spielerischen Animationen, die selbstgestalteten Sketche und unerschöpflichen kreativen Möglichkeiten mit Farben und Formen, Materialen aus der Natur und viel Fantasie eröffneten uns das für jeden so wichtige Thema aufs Neue.

In ungewohnter Weise forderte es jeden heraus, sich zu öffnen und etwas zu riskieren. Durch diese erstaunliche und interessante Zusammenstellung übten wir uns im Vertrauen zum anderen. Persönliche Erfahrungen können sowohl durch positive Erlebnisse, aber auch oft von schmerzlichen Erinnerung geprägt sein. Nach Momenten der Stille und des Nachdenkens hatten wir Gelegenheit, offen und ehrlich auszutauschen.

So konnten wir in den  Gruppenarbeiten folgende Fragen erarbeiten:

  • Brauchen wir Vertrauen und warum? Wir alle haben erfahren, dass Vertrauen missbraucht werden kann und es ist immer wieder schwer - oder sogar unmöglich -, einfach erneut zu vertrauen.
  • Wo finden wir die Schranken in uns und um uns herum?
  • Woher kommen sie und wie entstehen sie?
  • Wenn die Schranken unsichtbar sind, dann kann ich sie ja weder sehen noch erkennen noch finden!
  • Muss ich sie mir denn überhaupt vergegenwärtigen? Und wozu nützt das?

Durch professionelle Methoden wurden Möglichkeiten aufgezeigt,  wie man lernen kann, Situation oder Geschehnisse, die man erlebt, zu analysieren, um die eigenen vielschichtigen Bedürfnisse nach Vertrauen zu erkennen und zu verstehen. Denn nur so kann man seine Einmaligkeit entdecken, nur so das essentielle Selbstvertrauen wachsen und der Mensch zu harmonischerem Leben finden.

Frank Buchman sagte einmal: „Die Probleme um den Tisch herum sind grösser als die Probleme auf dem Tisch.“

Im Laufe des Wochenendes erlebten wir Gemeinschaft, konnten alte Beziehungen vertiefen und neue knüpfen und hatten Zeit für gute Gespräche. Indem man sich dem anderen anvertraute, wurde auf praktische Weise ganz konkret Vertrauen aufgebaut. Stille und Reflexion gaben den notwendigen Raum und Platz, um die neuen Impulse zu vertiefen, um sie dann mit in Alltag nach Hause zu nehmen.

Bericht: Ulrike Keller