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Burgtreffen 2009 - IofC Deutschland

BURGTREFFEN 2009

Ja,ein tolles Treffen!

Der Film von Axel und Camilla Nelson aus Norwegen, mit dem Thema: „An irresistible secret“ ("Ein unwiderstehliches Geheimnis") gab dem Auftakt am Samstag morgen mit einem darauffolgendem langem Gespräch. Übrigens lohnt es sich diesen Film anzuschauen. Er stellt sich mit der Frage auseinander, wie die Arbeit in Europa heute aussieht und das wir steckengeblieben sind. Wie könnte man „den Karren herausziehen?“

Bei diesem Gespräch kam die Frage auf: Welche konkreten Instrumente will IofC nutzen um seine Ziele zu erreichen? Jeder von uns bewegt Fragen, Themen, in Bezug IofC in seinem Herzen. So wurden Zettel ausgeteilt auf dem jeder in aller Ruhe und Stille diese Fragen und Themen, aufschrieb. Diese Zettel wurden dann laut vorgelesen und daraus entstanden zwei Themenbereichen von dem sich jeder einen aussuchen konnte und wir redeten lebhaft, sehr konkret und interessant darüber.

Hier die beiden Themen und in Stichworte zusammengetragene Gedanken und Vorschläge:

1. IofC – Gemeinschaft?  Vision von IofC?  Vision in Deutschland?

Wir lasen die „Richmond Declaration“ vor, die klar die Vison ausdrückt. Mögliche Handlungen im kommenden Jahr?

  • Begeisterung für einander und für die Arbeit
  • Beziehungen und Freundschaft sind wichtig -
  • Konflikte bearbeiten, d.h. eine Konfliktkultur entwickeln -„alte“ Konflikte nicht in neue Umgebung weitertragen
  • Spiritualität als Grundlage unserer Arbeit und Beziehungen
  • Sommerkonferenz: z.B. die Tagung: „Gemeinsam Vielfalt leben“
  • Mitgliedertreffen (28.-30. Mai) /1. Wochenende im Oktober 2010 geplant. Wer macht mit?
  • Projekte wie: „Imam und der Pastor“. In Wuppertal?

2. Persönliches geistliches Leben? Gesellschaftliche Konflikte und Herausforderungen? Hier die Gedanken dazu in Stichworten:

  • Änderung an einer Stelle kann diese an anderer Stelle in die falsche Richtung gehen.
  • Ermutigung schaffen, um nach einfachen vernünftigen Kriterien zu handeln
  • auf die Stimme seines Gewissens hören und selber Werte schaffen.

Der Abend „wau“, der war toll! Paul Agbih brachte ganz viele verschiedene afrikanische Trommeln mit. Und so hatten wir die Chance die ersten Grundbegriffe des afrikanischen Trommelns zu lernen. Wie war das toll! Wir lachten und hatten einen enormen Spass. Viele von uns kennen sich schon seit Jahren, doch weiss kaum einer wer der andere eigentlich wirklich ist. So erzählten wir uns unsere Lebensgeschichte in kleinen Gruppen von 3-4 Leute; Was hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin? Kaum eine Gruppe konnte aufhören und zum abgemachten Termin pünktlich wieder erscheinen, so faszinierend war es den anderen kennen-zulernen.

Am Sonntag hatten wir das Thema: „Versöhnung.“ Wie tief in uns suchen wir doch Versöhnung, weil Unversöhntheit uns vom anderen total trennt und wir uns letztend-lich von uns selber trennen. Im Alten Testament wird die Geschichte von Joseph erzählt, der von seinen Brüdern in die Versklavung verkauft wird; vom 15–30.Lebensjahr! Wie tief muss die Enttäuschung in ihm gewesen sein, zu wissen, dass die eigene Familie ihn derart in die „Pfanne“ gehauen hat. Er muss wütend gewesen sein, ein Gefühl gehabt haben, dass ihm die größte Ungerechtigkeit widerfahren ist, Bitterkeit, eine Depression, tiefste Hoffnungslosigkeit hätten aufkommen können, „weil ja die anderen daran Schuld waren!“ Dann wird er der zweithöchste Mann des Landes. Da stehen dann seine Brüder vor ihm. Er könnte jetzt abrechnen! Er war ja jetzt der, der die Macht hatte und oben steht. Gleichem mit gleichem, Rache üben an die, die all dieses Elend über ihn gebracht hatten. Triumphgefühl! Das wäre doch nur gerecht?! Aber was tut er, er versöhnt sich mit seinen Brüdern und vergibt ihnen. Menschlich gesehen ist diese Versöhnung kaum zu verstehen. Warum wurde er fähig zu vergeben?

Im „Vater Unser“ heisst es: „Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.“ Wusste Joseph von dem? „Wie auch ich dem anderen vergebe so vergib Du mir“.

Dann hatten wir eine Zeit der Stille und tauschten über folgende Fragen aus:

  • Bin ich mit mir und meinem Leben versöhnt? mit meinem Schicksal, dass mir oft so verworren erscheint?
  • Bin ich mit Gott versöhnt?
  • Kann ich mich mit dem anderen versöhnen?

So das war’s von uns allen. Kommt doch das nächste Mal dazu, dann erlebt Ihr etwas – mit uns, das sich lohnt! Aber das Allerwichtigste fehlt noch:

  1. Wir wollen vor der nächsten Mitgliederversammlung ein IofC- Treffen organisieren, zu dem wir jeden von Euch gerne einladen.
  2. Das 2. Burgtreffen findet am ersten Oktoberwochenende 2010 statt, also vom: 1.-3. Oktober 2010, nicht vergessen!