Aktuelle Berichte

Gandhi-Reiseteam besucht Mexiko

Sonntag, 20. Juni 2010

Die Gandhi-Reise erreicht Mexiko Gandhi-Reise Mexiko 2010

Die lateinamerikanische Etappe der "Reise des Dialogs und der Entdeckung" begann letzte Woche in Mexiko City, eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Mexiko gewinnt auf dem Fussballplatz und die Woge an Nationalismus und Stolz, die den Erfolg ihres Teams begleitet, ist spürbar. Aber über die fliegende Flagge und grün-weiss-rot-bemalte Gesichter hinaus, sind die Mexikaner bereit, den nächsten Schritt als ein Volk zu gehen, "vom Patriotismus zum Bürgersein", um ihre Geschichte zu verlangen, Verantwortung für die Herausforderungen, die sich ihnen stellen, zu übernehmen und die Anführer in der Welt zu sein, die sie sein sollten?

Der kurze, aber fruchtbare dreitägige Besuch des Gandhi-Reiseteams brachte solche Fragen an die Oberfläche und es kamen viele, die solche Fragen gemeinsam mit "Ja!" beantworten würden, um zu untersuchen, wie dies geschehen könnte.

Kurz nach seiner Ankunft wurde Professor Gandhi von "The Agora Institute of Strategic Thinking (IPEA) ein Preis für sein beispielhafte Führungsqualitäten und sein vorbildliches Verhalten überreicht. Er forderte die Gruppe aufstrebender Führungskräfte aus Business und Politik heraus, davon auzugehen, dass der moralische und geistliche Faktor noch entscheidender sei als wirtschaftliche und strategische Faktoren. Als er danach gefragt wurde, welchen Weg sie in ihrer Karriere einschlagen sollten, schlug Professor Gandhi folgendes vor: "Stellen Sie sich die verletzlichste Person vor, die Sie kennen und fragen Sie sich, wird der Weg, den ich einschlage, diese Person stärken oder nicht?"

 Professor Gandhi erhält einen Preis des "The Agora Institute of Strategic Thinking" (IPEA) Am folgenden Morgen wurden die Gandhis und Teilnehmer des mexikanischen und des Reiseteams in der Residenz des indischen Botshafters in Mexiko, HE Mr Dinesh Mumar Jain, willkommen geheissen, der gemeinsam mit seiner Frau von seiner Liebe zu Mexiko und seinem Land berichtete.  Ihr Fürsorge wurde jedoch von Besorgnis begleitet und Botschafter jain fragte, ob es einen besseren Weg gäbe, die Bedrohung durch die Drogenkartelle anzugehen, als die aktuelle harte Linie Präsident Calderons. Gibt es einen Ort, so fragte er, für "die Anwendung der Gandhischen Gewaltlosigkeit in einem Kreislauf von Gewalt" wie dem, der von brutalem kriminellen Verhalten hervorgerufen wird? Eine lebhafte und nachdenkliche Diskussion folgte und als einer der Leiter des mexikanischen Teams, Rodrigo Martinez-Romero, meinte, der Sicherheitsfaktor gehe weit über die Antwort der Regierung mit Polizei und Armee hinaus, fand das grossen Anklang. Der Botschafter schlussfolgerte, dass seine Antwort darin läge, dass der durchschnittliche Bürger mehr persönliche Verantwortung für die grundlegenden Probleme des Landes übernähme und sich somit mehr dafür engagiere, eine Lösung zu finden, anstatt nur über die Situation zu klagen, die zur Zeit besteht.

Der Rest des Tages wurde auf dem südlichen Kampus der University TEC de Monterrey vebracht.  Professor Gandhi und Mitglieder des Reiseteams sprachen auf dem Gelände zu einer Gruppe von Studenten undn Professoren über "gerechte und nachhaltige Demokratie", während der Vortrag auf alle 32 Kampusse der Universität übertragen wurde, wo ähnliche Gruppen versammelt waren, um die Live-Übertragung zu sehen. Im Rückblick auf seinen kürzlichen Besuch in Südafrika berichtete Professor Gandhi von den unglaublichen Herausforderungen, denen sich das Land immer noch gegenüber sieht,  so viele Jahre nach dem Ende der Apartheid. Es scheint, so meinte er, dass "die grossen Veränderung in der Struktur nicht ausreichen. Etwas anderes muss in den Menschen selber stattfinden. Die Frage ist, was ist dieses andere?" Ein solcher Perspektivenwechsel könne geschehen, erklärte er, durch das Lernen, so zu leben, um den anderen gross zu machen als Gegensatz zum Fokus auf den eigenen Erfolg.

Über 100 Menschen nahmen am Nachmittag an einer "Weltcafé"-Diskussion teil, wo ähnliche Fragen, was auf persönlicher Ebene unternommen werden könne, um eine Veränderung in Mexiko zu bewirken, angesprochen wurden. Die Versammlung wurde umrahmt durch eine wunderschöne Präsentation einheimischer Musik von Rafael Bejarano und durch die Erschaffung eines originellen Gemäldes von Andrea Ehrenberg, inspiriert durch den Nachmittag des Dialogs. Das Gemälde wurde den Gandhis aus Dankbarkeit für ihren Besuch in Mexiko überreicht.

Auf dem Santa Fe- Kampus der TEC de Monterrey

Der zweite Tag begann mit einem kleineren und sehr reichen Dialog auf dem Santa Fe-Kampus der TEC de Monterrey. Professor Gandhi lud mehrere anwesende mexikanische Führungspersônlichkeiten unterschiedlichster Herkunft (Business, Regierung, Religion, Erziehung, nichtkommerzieller Sektor), dazu ein, zu sagen, was ihrer Meinung nach die grössten Herausforderungen und Stärken Mexikos seien und ihre Hoffnungen, welche Veränderungen in den kommenden Jahren erreicht werden könnten. In dem folgenden Dialog wurden Probleme wie Korruption, Drogengewalt, Apathie, Wertemangel und Ungleichheit ebenso angesprochen wie die Themen persönliche Verantwortung, kreative Partnerschaften, Vertrauen, das Bedürfnis, angeborene Gleichheit und schon existierendes Potential anzuerkennen, bevor Veränderungen eingeleitet werden und vielleicht besonders das Empfinden dafür, dass die Mexikaner wiederentdecken und wiedereinfordern müssen, wer sie sind und darauf vertrauen, dass ihre eigene Identität den Schlüssel zu ihrer Zukunft beinhaltet. 

Professor Gandhi beschloss die Veranstaltung, indem er von seiner festen Überzeugung sprach, dass Mexiko, wie Indien, eine sehr wichtige Rolle in der Welt zu spielen habe, indem es eine neue Art von Führung bietet, das die der Vereinigten Staaten und Europas ausgleichen könnte.

Am Nachmittag sprach Professor Gandhi vor Mitgliedern des Studentenausschusses und geladenen Gästen. Besuch von Rajmohan Gandhi an der Mahatma-Gandhi-Statue mit dem indischen Botschafter

Der letzte Tag in Mexiko begann mit einem Besuch der Mahatma-Gandhi-Statue, gemeinsam mit dem indischen Botschafter, wo Blumen niedergelegt und Professor Gandhis Grossvater Respekt erwiesen wurde. Ein Besuch im Anthropologiemuseum bot unter Leitung des Museumsdirektors einen Einblick in die mexikanische Geschichte und Kultur.

Das Reise- und mexikanisches Team kamen zusammen, um über die vergangenen 72 Stunden, die sie in Mexiko City zusammen verbracht hatten, nachzudenken. Sie waren dankbar für alles, was sie erfahren hatten und auch dafür, dass Raum geschaffen wurde für eine tiefere Ebene des Austausches, des Vertrauens und der Verbindung zwischen den mexikanischen Teilnehmern. Samenkörner wurden gepflanzt und die Arbeit von IofC wird weiter darauf aus sein, die Menschen in Mexiko auf jede erdenkliche Weise zu helfen und zu unterstützen.