Menschen - Geschichten - Berichte

Werkzeuge der Veränderung weitergeben

Mittwoch, 16. Mai 2012

Teilnehmer von "Tools for Change KL 2012" Halb Konferenz, halb Trainingskurs: Das Ziel von Tools for Change ist, Menschen, die etwas verändern wollen, mit Fähigkeiten, Motivation und der richtigen Einstellung auszurüsten, die sie brauchen, um in der Welt etwas zu bewegen. 

Vom 22.-25. März fand in Petaling Jaya der vierte Durchgang von "Tools for Change KL 2012" statt. Die Teilnehmer stammten aus Kambodscha, Indonesien, Indien, Sri Lanka, Vietnam, Kanada, dem Iran und aus dem Gastgeberland.

Die drei Veranstaltungstage waren vollgepackt mit Aktivitäten und gaben den rund 60 Teilnehmern die Möglichkeit, Enthusiasmus aufzutanken. Die Konferenz orientierte am Ablauf der drei ersten Veranstaltungen. Der Vormittag begann mit einer "Zeit der Stille", die der persönlichen Reflektion diente. Im Anschluss daran fanden kleine Gruppentreffen statt. Jeden Morgen gab es Plenarsitzungen, nachmittags fanden Workshops und zum Abschluss "Netzwerke zum Handeln" statt. Die Veranstaltungen wurden nach Methoden von World Café und Open Space Technology geleitet.

Hauptredner der Eröffnungsveranstaltung war Vijitha Yapa, leitender Herausgeber und Journalist aus Sri Lanka.Vijitha Yapa, leitender Herausgeber und Journalist aus Sri Lanka.

Die Leiter der Workshops, die am Nachmittag stattfanden kamen aus Dänemark, Malaysien und Indien. Bei der KL-Vorlesungsreihe zum Thema "Bildung: Realität von heute - Erwartungen von morgen" gab es drei Redner. Tijak Chopil von der Orang Asli-Volksgemeinschaft (Ureinwohner), Ansalam Doraisingam, der in einem Theater arbeitet und Melissa Norman von der Arbeitsvermittlungsfirma Kelly Services. Die Podiumsdiskussion wurde mit viel Humor und Charme von Malar Ramalingam geleitet. Ausserdem fand eine sogenannte "Nacht des Ausdrucks" statt, bei dem sich Künstler präsentieren konnten und ein Markt mit Bücherständen und dem Verkauf von Handwerksarbeiten.

Die Plenarsitzung zum Thema "Initiativen der Veränderung" befasste sich mit dem Prozess, um "Veränderung von innen" bei den Angestellten von BESCOM, einer grossen öffentlichen Stromversorgungsgesellschaft in Bangladore/Indien zu bewirken. Dilip Patel, einer der Hauptinitiatoren dieser Initiative, ging auf Einzelheiten des Programmes ein und die Ergebnisse, die sich daraus für die Firma ergaben. Eines der Schlüsselelemente war eine tägliche "Zeit der Stille", ein Moment des Nachdenkens, die "Veränderungen von innen" im Leben der Menschen ermöglichte. (Mehr dazu unter BESCOM initiative.)

Die 87jährige Rohini de Mel aus Sri Lanka wird unvergessen bleiben, die mit ihrer Workshopgruppe auf die Bühne einen Rap-Song vorführte. Ausserdem war es das erste Mal, dass ein Kambodschaner, der eine Landmine überlebte, bei der Konferenz teilnahm. Es kann ohne Übertreibung gesagt werden, dass viele Freundschaften über Grenzen und Kulturen hinweg geschlossen wurden. Zwei Radiointerviews fanden statt: das erste vor der Konferenz (Bernama Radio 24), das zweite danach (BFM 89.9) und erreichten somit die malaysische Gesellschaft.

Hier einige Kommentar von Teilnehmern:

  • Eni aus Indonesien: "Habe viel gelernt...zugehört, ausgetauscht und Gemeinschaft mit anderen erlebt, um Träume wahr werden zu lassen - um Veränderung zu bewirken."
  • Cheat aus Kambodscha: "Sehr spannend...habe viele verschiedene Menschen getroffen...viel fürs Leben gelernt."
  • Amutha aus Malaysia: "Möchte nächstes Mal meinen Vater mitbringen für's 'Über-den-Tellerrand-hinaus-Denken"...habe viel Spass gehabt."

Das Organisationsteam unter der Leitung von Dr. Robert Chen hat viel Arbeit in diese Initiative gesteckt und wir alle sind dankbar für diejenigen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

Bericht von Padmini Solomon