Menschen - Geschichten - Berichte

Abschluss der CATS-Konferenz

Samstag, 2. August 2014

ABSCHIED VON DER CATS-KONFERENZ

Das CATS-Banner wird heruntergenommen und viele Kinder haben bereits Caux verlassen. Das Küchenpersonal kann sich heute erholen, nachdem es acht Tage lang mehr als 500 Leute, daunter 170 Kinder, verpflegt hat.

Obwohl CATS vorbei ist, werden die positive Veränderungen und die positive Energie, die während der Konferenz gespürt werden konnte, noch länger halten. Sichtbare Erinnerungen dieser Konferenz sind beispielsweise die CATS-Armbänder, die viele der Teilnehmer immer noch tragen, während die Ergebnisse der Aktionspläne, die während dieser Konferenz entwickelt wurden, als deutlichere Erinnerungen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben werden.

Die CATS-Konferenz wurde dieses Jahr vom 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention geprägt. Bei der Konferenz stand an erster Stelle die Sicherstellung der aktiven Teilnahme von  Kindern bei der Förderung und Stärkung der Rechte der Kindern.

This is a picture of André-Jacques Dodin Head of intergovernmental cooperation and youth policy Division of the Youth Department of the Council of Europe, during CATS 2014

André-Jacques Dodin, Leiter der Abteilung für regierungsübergreifende Kooperation und Jugendpolitik beim Europarat, und ein Komitee aus Jugendlichen aus ganz Europa und der peruanischen Nichtregierungsorganisation „Qosqo Maki“ entwarfen eine Deklaration für eine Mâssigung von Online-Hassreden, um das Recht des Kindes für Respekt zu wahren. 75 Prozent aller Europäer haben Hassreden erlebt. Dies zeigt die Dringlichkeit dieses Themas und daher wird Dodin diese Deklaration dem Europarat vorlegen.

Aktive Partizipation schließt jeden ein. Michaela ist 25 Jahre alt und hat eine geistige Behinderung. Durch die Unterstütung, die der Verein „Lumos“, von der Schriftstellerin J.K. Rowling ins Leben gerufen, ihrer Familie zukommen liess, kann sie ihr Leben in die eigene Hand nehmen. „Lumos“ setzt sich dafür ein, dass die Rechte von Kindern, die normalerweise isoliert von der Gesellschaft in Einrichtungen untergebracht werden, gestärkt werden. Dank der Arbeit von „Lumos“ ist Michaela eigenständiger und ein aktiver Teil der Gesellschaft. Sie trägt sogar zur Arbeit von „Lumos“ bei, indem sie Erwachsene lehrt, mit behinderten Menschen umzugehen.

This is a picture of the court of justice made up during CATS 2014

Da es bei der Konferenz um Partizipation ging, waren die Plenarsitzungen dieser Woche ausgesprochen interaktiv und die Beteiligung des Publikums war hervorragend. Dies wurde besonders an dem Morgen deutlich, als es um das Thema „Gerechtigkeit und Führungskultur“ ging. Der Speisesaal wurde wie im Hyde Park in einen „Speaker’s Corner“ verwandelt und die Teilnehmer wurden ermutigt, sich auf Stühle zu stellen und laut Fälle von Ungerechtigkeit herauszuschreiben, die ihrer Meinung nach angegangen werden sollten. Danach gab es im Caux-Theater eine kurze Gerichtsszene, wo vier Fälle von Ungerechtigkeit von einer Jury, die sich aus Jugendlichen und Erwachsenen zusammensetzte, beurteilt wurden. Das Gericht fällte ein Urteil mit und schlug mögliche Lösungen zu diesen Verbrechen vor.

Während die Plenarsitzungen eher für Jugendliche und Erwachsene waren, nahmen die jüngeren Kinder an einer Veranstaltung teil, die auf sie zugeschnitten war.  Hier wurden sie über die Wichtigkeit der Kinderpartizipation aufgeklärt. Die Nachmittagsworkshops, wie z.B. Blumenstecken, das Produzieren eines Films und Theaterspielen waren ausserdem ebenfalls darauf angelegt, Kinder zu integrieren.

Der überwältige Erfolg der diesjährigen CATS-Konferenz lässt sich sicherlich auf die Begeisterung der Teilnehmer und das vielfältige Workshop-Angebot zurückführen.  Das CATS- Konferenzteam sammelt schon neue Ideen für das nächste Jahr.

Neue Informationen über CATS finden Sie täglich auf der Webseite unserer Partnerorganisation  “Child to Child”.