Menschen - Geschichten - Berichte

Covid-19: Eine Zeit der Einheit, der Werte und der gegenseitigen Unterstützung

Montag, 16. März 2020

Eine Botschaft des Internationalen Rats

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir schreiben diese Zeilen in einer Zeit, in der die Auswirkungen von COVID-19 (Coronavirus) in vielen Ländern Panik auslösen. Wir stehen vor einer Bedrohung, wie wir sie noch nie zuvor erlebt haben und in vielen Ländern ist zu erwarten, dass es noch schlimmer kommen wird. Was können wir tun?

Wie alle Bürgerinnen und Bürger können wir durch die Informationen, die wir erhalten haben, dazu beitragen, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern oder zu verlangsamen - indem wir uns die Hände waschen, uns von Menschenmassen fernhalten und uns bei Unwohlsein isolieren.

Lassen Sie uns ausserdem proaktiv nach Ideen suchen, die uns durch die Krise führen. Ja, es gibt medizinische Fachleute, auf deren Rat wir hören müssen. Aber Fachwissen allein reicht nicht aus. Wir sitzen alle gemeinsam im gleichen Boot und der Beitrag jedes bzw. jeder Einzelnen von uns ist wichtig.

Denn wir sind nicht nur mit einer ansteckenden Krankheit konfrontiert. Wir erleben auch weit verbreitete Angst. Die Angst vor der Krankheit und die Furcht, dass unsere Führungspersönlichkeiten und Institutionen nicht in der Lage sind, mit dieser Krise umzugehen. Lassen Sie uns tun, was wir können, um die Panik zu meistern und einen fundierten Ansatz anzubieten, der mit verantwortungsbewusstem Verhalten verbunden ist.

Lassen Sie uns auf diejenigen zugehen, die am verletzlichsten sind - die Obdachlosen, die Gebrechlichen. Und lassen Sie uns unser medizinisches Personal unterstützen, wo immer dies möglich ist, denn sie werden die Hauptlast dieser Krise tragen.  Wir alle können dazu beitragen, uns gegenseitig zu unterstützen, insbesondere diejenigen, die isoliert leben und ältere Menschen. Wo ein Besuch nicht möglich ist, haben wir das Telefon und andere Möglichkeiten, aus der Distanz den Kontakt zu halten. Lassen Sie uns inspirierende Berichte und Geschichten der Empathie austauschen. Schreiben Sie freundliche Worte und Gedanken in den sozialen Netzwerken.

Da wir nicht in der Lage sind, uns persönlich zu treffen, fühlen wir uns alle wahrscheinlich einsamer als sonst. Isolation bietet die Chance, tiefer in uns hineinzuhören und Inspiration in Büchern, der Natur, dem Gebet zu finden. Sie ist eine Möglichkeit, Abstand zu gewinnen und darüber nachzudenken, wohin wir gehen, sowohl als Einzelne als auch in unserer Arbeit mit Initiativen der Veränderung.

Lassen Sie uns diese Gelegenheit auch für neue Kreativität nutzen. Denken Sie, Sie könnten aufschreiben, was Sie im Leben entdeckt haben? Einige könnten versuchen, ein neues Lied, einen neuen Sketch oder sogar ein neues Theaterstück zu schreiben. Oder Sie könnten Ihre Fertigkeiten beim Malen, dem Fotografieren oder beim Erlernen einer Fremdsprache ausbauen. Vielleicht kommen Ihnen Ideen für Filme, die wir drehen sollten, oder zu neuen Audioproduktionen. Vielleicht kommt Ihnen ja sogar eine Idee, wie Sie eine Geschichte der Veränderung erzählen könnten, die dann vielleicht in den sozialen Netzwerken die Runde macht.

Niemals war der Bedarf nach den Werten IofCs, die im Zentrum unseres Lebens und unserer Gesellschaft stehen, grösser.

Unsere Gedanken und Gebete begleiten Sie.

 

Mounir Beltaifa
Vizepräsident, Internationaler Rat