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2019 Newcastle Peace Circle the group

Creators of Peace-Friedenskreis in Newcastle

"Ich wünschte, ich hätte so etwas schon vor Jahren gemacht!"

Montag, 30. September 2019

 

Eine buntgemischte Gruppe aus Frauen mit englischen, schottischen, pakistanischen und chinesischen Wurzeln traf sich im britischen Newcastle-upon-Tyne zu einem Friedenskreis. Barbara Down berichtet.

 

Seit einigen Jahren hatte ich gehofft, in Newcastle einen Friedenskreis zu organisieren und Ende September wurde dieser Wunsch erfüllt. Nachdem ich meiner Freundin Ruth Hewett erklärt hatte, worum es bei den Friedenskreisen von Creators of Peace geht, kontaktierten wir eine der Facilitatorinnen, um zu sehen, was machbar sei. Su Riddell und Karen Ridley erklärten sich freundlicherweise bereit, für ein paar Tage nach Newcastle zu kommen, um den Friedenskreis zu unterstützen.

Wir waren eine buntgemischte Gruppe mit englischen, schottischen, pakistanischen und chinesischen Wurzeln. So waren unter den Frauen u.a. eine Stadträtin, eine anglikanische Pfarrerin, eine Journalistin, eine Beraterin, eine Lehrerin, eine Sozialarbeiterin und eine Personalleiterin.

Karen Ridley, die den weiten Weg von Iona mit der Fähre und dem Zug gekommen war, um bei uns zu sein, schreibt: "Ich freute mich, als ich hörte, dass Newcastle-upon-Tyne einen Friedenskreis veranstaltete und wusste, dass ich ein Teil davon sein wollte. Ich fragte, ob ich daran teilnehmen könne, stellte aber fest, dass jemand anderes eine bessere Idee hatte. Und so freute ich mich, gemeinsam mit Su Riddell, Barbara Down und Ruth Hewett den ersten Friedenskreis in Newcastle zu moderieren, nachdem ich mehrere Jahre lang aufgrund meiner Arbeit selten bei Veranstaltungen in Oxford dabei sein konnte. Wir haben online geplant und uns am Vorabend der dreitägigen Veranstaltung bei Ruth zu Hause getroffen.

2019 Newcastle Peace Circle the ideal peace maker

Es war toll, am ersten Tag eine so schöne und vielfältige Gruppe von Frauen zu treffen. Ich fühlte mich willkommen, unterstützt und freute mich, andere zu begrüssen. Der Erfahrungsaustausch berührte mich und ermöglichte es uns allen, uns gegenseitig ein wenig besser kennenzulernen und zu verstehen. Ruth und Barbara hatten hart daran gearbeitet, die Teepausen und Mittagessen zu koordinieren - alles sehr wichtig, damit wir nahtlos zusammen essen und das Programm vorantreiben konnten. Ich hatte das Gefühl, dass diese Frauen in Newcastle zusammen neue Wege gingen. Ich fühlte mich wirklich geehrt, an der Veranstaltung teilzunehmen, so grossartige, offenherzige Frauen zu treffen, und ich hoffe, dass ich in Zukunft bei neuen Friedenskreisen, die für die Gegend in Planung sind, wieder mit dem Newcastle-Team zusammenarbeiten kann. Ich danke euch allen."

Wir beschlossen, uns bald wieder zu treffen, um uns weiterhin gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam mehr über Friedensförderung zu erfahren.

Nachdem wir so viel von diesem Friedenskreis profitiert haben, werden wir 2020 und darüber hinaus weitere Friedenskreise in Newcastle veranstalten. Barbara und Ruth planen beide, sich in naher Zukunft zur Facilitatorin ausbilden zu lassen.

 

 

 

Einige der Frauen, die am Friedenskreis teilgenommen haben, fassten die Zeit so zusammen:

 

  • Diese drei Tage liessen mich darüber nachdenken, was Frieden bedeutet. Es geht um das Bewusstsein für die Notwendigkeit, dass wir alle in dieser grossen (Welt)Familie für eine gemeinsame Vision und gemeinsame und nachhaltige Ziele zusammenarbeiten sollten.

 

  • Ich war begeistert und ermutigt, andere Frauen mit unterschiedlichem Glauben und Hintergrund zu treffen, die unglaublich, resilient und einfallsreich sind und die hoffen, all diese Werte zu festigen, um sich selbst, ihr Umfeld und die Welt zu verändern.

 

  • Der Friedenskreis hat mir geholfen, zu erkennen, dass mein Leben keine Reaktion auf Ereignisse und Menschen sein muss, sondern dass ich Verantwortung für die Richtung übernehmen kann, die es einschlagen soll. Bei diesem Prozess kann ich auch andere einbeziehen, die etwas bewirken wollen, aber an ihrer eigenen Fähigkeit zweifeln.

 

  • Ich werde daran erinnert und darin bestärkt, dass meine Werte mein bester Kompass sind. So einfach. So beruhigend.

 

  • Der Friedenskreis brachte mich dazu, über mich selbst und darüber nachzudenken, wo ich Frieden zerstört habe und wie ich Frieden besser schaffen kann. Für mich ist Vergebung der Schlüssel eines Friedens auf allen Ebenen.

 

  • Wir gingen nicht nur ans Eingemachte, ich fühle mich nun auch motiviert, "mein Team" zu finden, mit dem ich zusammenarbeiten kann, um mich mehr um die Menschen um mich herum zu kümmern".

 

  • Der Friedenskreis war eine wunderbare Erfahrung. Ich wünschte, ich hätte so etwas schon vor Jahren gemacht. Es hat mich die Kraft der Vergebung und die Stärke, die in der Geschichte jeder Frau steckt, erkennen lassen.