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ICA Kambodscha: Essen für Bedürftige

Donnerstag, 12. Februar 2015

ICA Kambodscha: Essen für Bedürftige

Soup Kitchen Cambodia 2015Eine gesunde Suppe für 250 Personen zu kochen, ist dann nicht einfach, wenn nur ein einfacher Holzkohlebrenner zur Verfügung steht. Dennoch machen dies junge Menschen, die bei ICA Kambodscha mitarbeiten, zweimal pro Jahr möglich. Die Patientenverpflegung in öffentlichen Krankenhäusern geht in Kambodscha zu Lasten ihrer Familien. Deshalb ist es ein Segen für Patienten und ihre Familien, wenn das Zubereiten einer Mahlzeit für sie übernommen wird. Gleichzeitig ist es für die jungen Kambodschaner eine Möglichkeit, die Gesellschaft auf sinnvolle Weise zu unterstützen.

Die unterstützten Patienten leiden an AIDS oder Tuberkulose und befinden sich häufig in einer geschwächten Verfassung. Mit viel Aufmerksamkeit kümmern sich die jungen Kambodschaner liebevoll um sie. Chem Thomin, Präsident von ICA Kambodscha, besuchte jeden Patienten persönlich, erklärte ihm, warum das Essen für sie zubereitet wird und sprach ihnen Mut zu. Die Kranken bekamen eine Suppe, Milch, Brot und eine Fischkonserve. Das Geld hierfür wurde sowohl von den Jugendlichen gesammelt als auch von Einzelpersonen gespendet, unter anderem auch vom Leiter des kanadischen Zahnpflege-Teams, der Kambodscha besuchte.

Nach Beendigung ihrer Arbeit im Krankenhaus kehrte das Team ins ICA-Zentrum zurück, um einen Nachtisch für Bedürftige, die nachts in den Straßen arbeiten, zuzubereiten. Mit den Desserts auf ihren Motorrädern zogen die Jugendlichen los, immer auf der Suche nach Menschen, die Müll auf Märkten nach Wiederverwertbarem durchsuchen.

Soup Kitchen Cambodia groupEine Woche später war man im Zentrum erneut damit beschäftigt, ein Abendessen für 70 Streetworker zuzubereiten. All diese Aktivitäten haben zum Ziel, junge Menschen zum Miteinander zu ermutigen und sich für die Gesellschaft zu engagieren. Vor dem Krieg halfen sich die Menschen gegenseitig. Unter der Herrschaft der Roten Khmer und unter fremder Besatzung ging dieser Bürgersinn verloren, da es oft schwierig war, sich selbst mit dem Nötigsten zu versorgen.

Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, den Jugendlichen beizubringen, wie man die Küche nach der Arbeit reinigt!

Bericht: Peter Heyes

Übersetzung: Beate Doeringer