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Learning about Initiatives of Change. Zarcero, Costa Rica 2019

Menschen für den allgemeinen globalen Wandel stark machen

Von Maria del Pilar Griffin / Costa Rica

Dienstag, 26. Februar 2019

Fünfzehn Jahre auf der ganzen Welt im Einsatz für Initiativen der Veränderung. Es ist wundervoll, Zeugin dessen zu sein, wie jede einzelne Person, die sich auf Initiativen der Veränderung einlässt, ihren eigenen Weg geht, um die Welt positiv zu beeinflussen. Mein Engagement für die Ideen und Werte von IofC begann 2003 nach meiner Teilnahme am Caux Scholars-Programm. Ich habe seitdem die Botschaft der Veränderung weitergegeben - manchmal auf sichtbare, manchmal auf leise Art.

Carlos Solís, Pilar Griffin, Gerardo Paniagua Zarcero CR 01/2019

Carlos Solís, Pilar Griffin, Gerardo Paniagua Zarcero CR 01/2019

 

Drei Generationen halten in Costa Rica an den Ideen von Initiativen der Veränderung fest. Jeder von uns ist unterschiedlicher Herkunft und hat die Bewegung aus einem anderen Blickwinkel erlebt, je nachdem, an welchem Programm wir teilgenommen haben: The America of Tomorrow 1962, Caux Scholars 2003, Action for Life 2004, Keswick to Caux 2008, Encuentro de las Americas 2014.

Wir sind nicht die einzigen, denn unser Land wird schon seit langem von den Werten IofCs beeinflusst. Einige unserer Politkerinnen, Politker und Führungspersönlichkeiten wurden von diesen Werten und Ideen im Laufe der Jahre inspiriert und herausgefordert. Dieses Mal hat uns das Leben mit einem gemeinsamen Ziel zusammengeführt: die Saat der Veränderung, zu pflanzen.

Dank einer Initiativen von Gerardo Paniagua wurde ich eingeladen, über die Werte und Ideen der Bewegung mit Mitgliedern der lokalen Behörden und anderen Mitgliedern der Zivilgesellschaft zu sprechen. Gerardo ist Landwirt und Mitglied des Gemeinderats von Zarcero/Costa Ricao. Er hat 2005 am IofC-Dialog in Brasilien teilgenommen und Versöhnung erfahren. Ich nahm seine Einladung dankbar an, da ich dadurch mein Heimatland besuchen konnte und begann, das Feld für die Saat vorzubereiten.

Die Bewohner dieses kleinen und schönen zentralamerikanischen Dorfes müssen sich mit einigen der Probleme und Sorgen auseinandersetzen, denen wir auch in den Nachrichten begegnen. Statistiken über die Lebensqualität, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, zeigen ansteigende Gewalt, Verschmutzung, weniger natürliche Ressourcen, Immigration, Korruption, soziale Spaltung und einen Verlust von Werten und Menschlichkeit auf. Die Menschen wollen nicht nur einen Wandel, sie brauchen ihn!

Doch wie können sie damit beginnen?

Initiativen der Veränderung arbeitet hauptsächlich mit zwei Methoden, um sowohl persönlichen als auch globalen Wandel zu ermöglichen.

  1. Vier absolute Massstäbe: Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit, Reinheit und Liebe 
  2. Die regelmässige Praxis einer ‘Zeit der Stille’.

Es gibt nicht viele Gelegenheiten im Leben, die uns erlauben, innezuhalten, unser Leben nach Bereichen zu durchleuchten, die wir verändern sollten und Hilfe zu suchen, um unsere Energie so zu kanalisieren, damit die Welt positiv beeinflusst werden kann. In unserer kurzen gemeinsamen Zeit konnten wir von solchen Zeiten des Nachdenkens und des Austauschs profitieren.

Am Schluss machte Carlos Solis, der seine Reise mit IofC vor fast 60 Jahren begonnen hatte, einen inspirierenden Vorschlag. Er bot an, junge Menschen, die sich für die Arbeit und Vision von IofC interessieren, zu treffen und zu unterstützen. Sie sind voller Energie und verfügen über ein grossartiges Leadership-Potenzial. Es kann immer noch mehr gegeben werden, denn die Pflanzzeit endet nie.

 

Maria del Pilar Griffin ist internationale Bildungsberaterin, Fachfrau für Konfliktresolution und Mediation, Doktorin für pädagogische Mediation und hat einen Master in internationalem Recht mit dem Schwerpunkt Menschenrechte. Sie leitet Dialoge zwischen verschiedenen Gemeinschaften in den USA, Lateinamerika, Afrika und Südostasien, ist Caux Scholars-Alumni und hat an Action for Life 2 teilgenommen.