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Treffen mit Premierminister Hatoyama leitet Gandhi-Reise in Japan ein

Dienstag, 11. Mai 2010
(Left to right) Hironori Yano, President of IofC Japan; Yukihisa Fujita MP, Rajmohan Gandhi, Prime Minister Yukio Hatoyama
(Von links nach rechts) Hironori Yano, Präsident von IofC Japan; Yukihisa Fujita MP, Rajmohan Gandhi, Premierminister Yukio Hatoyama

Am Tag seiner Ankunft in Tokio für seinen sechstägigen Besuch in Japan, traf Rajmohan Gandhi, Präsident von IofC International, 30 Minuten lang den Premierminister Yukio Hatoyama. Er wurde von Yukihisa Fujita, Mitglied des japanischen Abgeordnetenhauses und Jironori Yano, Präsident von IofC Japan, begleitet.

Zu einer Zeit, als der Premierminister mit Skandalen innerhalb seiner Regierung und sinkender Unterstützung durch unbeliebte Entscheidungen kämpft, kommentierte Gandhi, dass Erfolg oder Versagen nicht durch Medienberichte oder Meinungsumfragen bestimmt wird, sondern durch unser Gewissen und durch die Geschichte. Er sprach seine Wertschätzung gegenüber Hatoyamas Bemühen aus, die moralischen Wurzeln der Krise zu verstehen.

In einer wichtigen Rede betreffs einer Politik vor dem Abgeordnetenhaus im Januar diesen Jahres stellte Hatoyama die Frage, wie eine Regierung die "Exzesse einer kapitalistischen Regierung kontrollieren solle und zitierte Mahatma Gandhis "Sieben soziale Sünden", die auf Gandhis Denkmal in Delhi stehen:

  • "Politik ohne Prinzipien;
  • Wohlstand ohne Arbeit;
  • Vergnügen ohne Gewissen;
  • Wissen ohne Charakter;
  • Handel ohne Moral;
  • Wissenschaft ohne Menschlichkeit; und
  • Verehrung ohne Opfer."

Nach den Worten des Premierministers zeigen die Worte Gandhis eindringlich die Probleme auf, denen Japan und die Welt sich heutzutage gegenüber sehen." Im gestrigen Interview stellte Professor Gandhi fest, dass die indischen Medien diese politische Rede mit Wohlwollen zur Kenntnis nahmen.

Als Antwort kommentierte der Premierminister, dass er, wenn er von diesen moralischen Fragen spräche, von einigen der Heuchelei angeklagt würde, aber dass er wirklich daran glauben würde.

Rajmohan Gandhi und Premierminister Yukio HatoyamaProfessor Gandhi sprach auch seinen Respekt für die Bemühungen des Premierministers für eine asiatische Gemeinschaft aus und dass Iofc sich bemühe, dies "zu unterstützen durch die Bildung von kleinen, nichtstaatengebundene Gemein-schaften mit Asiaten aus zahlreichen Ländern, die sich moralischen Werten verschreiben."

 

 

 

Der Premierminister erinnerte sich an seine Rede im internationalen Konferenzzentrum in Caux/Schweiz im Jahre 1996 und erkundigte sich nach dem aktuellen Programm. Gandhi brachte ihn bezüglich der Entwicklungen des Caux-Forums für menschliche Sicherheit, auf den laufenden Stand, das im Juli 2010 wieder stattfinden wird. 

Herr Fujita, der Premierminister Hatoyama auf seinem Besuch in Caux begleitet hatte, erinnerte Hatoyama daran, dass sein Grossvater - der in den 50er Jahren ebenfalls Premierminister gewesen war - ebenfalls die MRA (wie IofC damals genannt wurde) unterstützt und ermutigt hatte in ihrem Beitrag zur Friedensbildung im Nachkriegsjapan. Es ist jetzt 50 Jahre her, seit eine hochrangige japanische Delegation zum ersten Mal nach Kriegsende nach Caux kam. Teilnehmer der Delegation waren damals die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki, die Gouverneure von sieben Präfekturen und Premierminister Yasuhiru Nakasone.

Professor Gandhi stand Herrn Hatoyama und Herrn Fujita zur Seite, als sie vor 13 Jahren New Delhi besucht hatten.

Im Anschluss an das Treffen stellte sich Professor Gandhi im Büro des Premierministers den Medien. Sein Besuch umfassen Vorlesungen an der ozaki Yukio-Gedächtnisstiftung und im Rahmen der 33. jährlichen internationalen Konferenz von IofC Japan.