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Positive Ergebnisse des Landwirtschaftsdialog-Trainings in Ruanda

Montag, 2. Mai 2011

31 Mitglieder des Landwirtschaftsdialogs aus 14 verschiedenen Ländern kamen in Kigali (Ruanda) in einem informellen und anregenden Rahmen zusammen, um sich über die verschiedenen Missionen des Programmes und das Engagement des Teams als Ergebnis dieser Missionen auszutauschen. Diese bunte Gruppe an Menschen nahm sich Zeit, über die Wurzeln ihres Programmes und die Auswirkungen, die es auf ihre Art zu denken und ihr Engagement haben könnte, nachzudenken.

(Foto: Claude Bourdin) Das Training wurde vom ukrainischen Team von Foundations for Freedom geleitet. Die Teilnehmer profitierten von der Erfahrung und den Fähigkeiten der beiden Moderatoren, die den Schwerpunkt der Woche auf die Bedürfnisse der Welt, die besondere Natur des Landwirtschaftsdialogs und die Dynamik der Veränderung, wie sie von Initatives of Change verfochten wird, legten.

Sämtliche Erwartungen wurden übertroffen. Die ostafrikanischen Abteilung (mit sieben vertretenen Ländern) wurde gestärkt und erhielt neuen Antrieb: besseres gegenseitiges Verständnis zwischen den Teilnehmern - Schaffung eines Projekts für ein internationales Treffen in Ruande Ende 2011 - ein Besuch in Ruanda innerhalb der nächsten Monate von einem Team aus Landwirten, sowohl Frauen als auch Männern, aus dem Kongo - erste Kontakte mit den ersten Mitgliedern des neu gegründeten Landwirtschaftsdialog-Teams im Südsudan - Erstellung eines Entwicklungsplans für die nächsten fünf Jahre, um mehr Landwirte zu mobilisieren und das Verständnis, die Erfahrungen und das Engagement in verschiedenen Entwicklungsbereichen zu stärken - Schaffung eines Trainingsmoduls mit dem Ziel, Farmer in Entwicklungsprojekten vor Ort zu stärken...

Hier ein paar Kommentare, die aufzeigen, wie die Trainingsveranstaltungen die Teilnehmer elektrisierten: "Ich weiss jetzt, dass ich mehr zuhören und weniger reden darf. Ich habe wirklich meine innere Stimme ignoriert. Es ist an der Zeit für mich, ihr zu folgen! Ich haben während dem Workshop vergeben." - "Offenheit des Herzens! Sogar mit meiner Familie und meinen Freunden bin ich es nicht gewohnt, solch intime Gedanken auszutauschen." - "Ich habe zum Beispiel beschlossen, mich nicht in meinen Entwicklungsaktivitäten in der Landwirtschaft entmutigen zu lassen. Ich werden auf dem Land bleiben und weitermachen", anstatt in die Stadt zu ziehen (Anmerkung der Redaktion) - "Ich habe mich entschieden, jemanden um Vergebung zu bitten."

Eine Partnerarbeit zu zweit, die am Ende der Veranstaltung eingerichtet wurde und die Liste von fünf konkreten Schritten, die von den Teilnehmern nach ihrer Rückkehr nach Hause durchgeführt werden sollen, wurden entwickelt, um ihnen zu helfen, das was sie gelernt hatten, besser umzusetzen und den Teamgeist, der während der Woche geschaffen wurde, zu stärken.

Die Entscheidung, das Treffen in Ruanda abzuhalten, war aus gutem Grund gefällt worden und das Team wurde belohnt. Auf der einen Seite ermöglichte es vielen der Teilnehmer, dieses sehr schöne, hügelige und dicht besiedelte Land zu entdecken, das ein grosses Potential für die Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung hat. Auf der anderen Seite waren der Besuch der Gedenkstätte für den Völkermord 1994 mit den Ruandern, die an der Trainingswoche teilnahmen und die Geschichten, die einige von ihne erzählten, eine schmerzhafte Offenbarung, die das ganze Team erschütterte. Diese Geschichten stärkten die Einheit der Gruppe. Die Herausforderungen der Vergebung (ob erteilt oder erbeten), Versöhnung und dem Engagement, die Welt wieder aufzubauen, wurde durch diese Erfahrung deutlich gemacht.

Dieser Kurs verdankt nicht nur den beiden Moderatoren und dem Ruanda-Team sehr viel, sondern auch der Hilfe zweier junger freiwilliger Übersetzer, die Verständnisschwierigkeiten zwischen englisch- und französischsprachigen Teilnehmern ausbügelten. Er verdankte auch viel Fiacre Sengati, einem jungen Studenten aus Ruanda, der seit April 2010 als Trainee für den Landwirtschaftsdialog arbeitet. Er nutzte seine Kenntniss des Landes, um dieses Projekt erfolgreich durchzuführen. Er muss jetzt seine Doktorarbeit vorantreiben, die sich mit der Verbindung zwischen Landzugang und sozialen Konflikten auf der Basis von Ruanda als Forschungsobjekt auseinandersetzt. Er wird weiterhin den Landwirtschaftsdialog voll unterstützen. Danke allen Einzelpersonen und den verschiedenen Organisationen, die geholfen haben, dieses Projekt zu finanzieren. Danke auch all denjenigen, die bereit sind, mitzuhelfen, die Gelder für die noch offenen 15% der Gesamtkosten aufzutreiben.

Didacienne Mukahabeshimana und Laurent Munyandiliikirwa, die beiden Leiter von Initiatives of Change Ruanda, brachten ihre aufrichtige Dankbarkeit zum Ausdruck. Dieser Kurs, zu dem sie viel beigetraten haben, hat viel zum Profil von Initiatives of Change und dem Landwirtschaftsdialog in Ruanda beigetragen (die Eröffnungsveranstaltung wurde mehrmals im Fernsehen übertragen). Er hat auch neue freiwillige Mitarbeiter mobilisiert, vor allem unter jungen Menschen und das Team vor Ort gestärkt mit einer Vision und der Versicherung, dass sie auf die Unterstützung der Nachbarlânder bei ihren Projekten zählen können. Sie werden jetzt den nächsten internationalen Landwirtschaftsdialog für Ende 2011 organisieren. Diese wird eine Möglichkeite sein, das Engagement und die Erfahrung der Landwirte zu auszubauen, so dass sie die Herausforderung der Lebensmittelproduktion angehen können. Sie wird ebenfalls eine Gelegenheit sein, sich an den französischsprachigen Teil Afrikas zu wenden und sich auf ihre eigene Weise an der Entwicklung der Region zu beteiligen.

Mögen die beiden Avocado- und die drei Mango-Bäume, die der Gemeinde der Mission der Dominikanischen Schwestern Afrikas geschenkt wurden, die Gastgeber der Veranstaltung waren, Früchte tragen, Nahrung gebenund diejenigen erfrischen, die von ihnen essen. Mögen auch die Samen, die in die Herzen der Teilnehmer während der Veranstaltung gesäht wurden, ihre Früchte bringen und helfen, Nahrung, die die Welt braucht, zu schaffen.

Claude Bourdin - Landwirtschaftsdialog