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Zweite chinesischsprachige Konferenz in Hong Kong

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Zweite chinesischsprachige Konferenz in Hong Kong

Ren-Jou und Hsiao-Yun bieten Stoff zum Nachdenken für die morgendliche Zeit der Stille"Chinesen in Aktion 2" (CinA) organsierte in Zusammenarbeit mit "Dreams Possible" (DP) vom 13. bis 16. September 2013 eine Konferenz in Hong Kong. Die Veranstaltung war der Höhepunkt einer vierzigtägigen Trainingsperiode und 100 Tagen Einsatzarbeit in insgesamt 13 Städten in der Volksrepublik China, Malaysia und Taiwan.

Von den chinesischen Konferenzteilnehmern kamen 29 aus der Volksrepublik China, 24 aus Malaysia, 33 aus Taiwan und 23 aus Hong Kong. Unter ihnen waren sowohl Studenten, Geschäftsleute, Eltern, Berufstätige als auch leitende Angestellte und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen.

Austausch in Kleingruppen über die morgendliche Zeit der Stille Das Vormittagsprogramm der Konferenz begann täglich mit einer Stunde "Stiller Zeit". Im Anschluss daran wurde in kleinen Gruppen und im Plenum ausgetauscht. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer aus fünf Workshopangeboten auswählen.

Die Workshopleiter und Moderatoren waren Akademiker und Profis mit Praxiserfahrung: Dr. Wah-Shan Chou, Wan-Hou Kung und Ren-Jou Liu. Unter den CinA-Teilnehmern waren Xu Yong, Sally Chan, Yueh- Ling Lee und Ding Fei. Die Workshops wurden auf mandarin oder kantonesisch abgehalten.

Im Laufe der Hauptveranstaltungen sprachen geladene Sprecher und Teilnehmer über persönliche Erfahrungen der Konsequenzen des "Hörens auf die innere Stimme". Hier einige Beispiele: Yu-Qiu Jiang, Osteogenesis imperfecta, Mitarbeiterin einer NGO in HeFei/ China

Vom Problem...zur Lösung

Ein Lehrer erzählte, wie sich die problematische Situation eines Schülers in Hoffnung verwandelte. Er sagte: "Dieser Mann links von mir wäre heute nicht hier, wenn er nicht den Schmerz, den er als Kind erlitten hat, akzeptiert hätte. Er fühlte sich von seinen Eltern verlassen, die ihn zu seinem Grossvater geschickt hatten, während er gerne bei ihnen gewesen wäre. Er wuchs als Problemkind auf und wäre eine Gefahr für die Gesellschaft geworden. Er schrieb seinen Eltern in einem ehrlichen Brief, dass er sich abgeschoben fühlte und erzählte ihnen schmerzliche Kindheitserinnerungen. Indem er Dinge innerhalb seiner Familie in Ordnung brachte, erhielt er Freiheit und er arbeitet jetzt -anstatt ein Problem zu sein, was vermutlich passiert wäre, wenn er sich nicht verändert hätte - vollzeitlich daran mit, eine friedliche Gesellschaft aufzubauen.

Austausch weiterer Ideen während der Konferenz :

Vater sagte: "Ich habe meinen Sohn wiedergefunden.""Ich habe in diesen Tagen die Kraft der Stillen Zeit kennengelernt. Ich habe beschlossen, nach meiner Rückkehr nach Hause damit weiterzumachen und auch meinen Freunden davon zu erzählen."

"Ich dachte immer, ich hätte alles m Griff. Aber das stimmt nicht. Ich erkenne hier, nur wenn ich meiner inneren Stimme gehorche und den Realitäten meines Lebens ins Gesicht sehe, kann mein Leben viel besser werden."

"Dank des Austausches in der Gruppe bin ich bereit, die Verletzungen in meinem Leben anzusehen und sie als positive Antriebskraft zu nutzen, um mein Leben zu verändern."

Die Direktorin einer NGO in Fuzhou, die eine Woche lang in Shanghai am CinA-Training teilgenommen hatte, fand die Zeit so hilfreich für ihr Leben, dass sie, als sie von der Konferenz in Hong Kong hörte, beschloss, 8 Teilnehmer mitzubringen und für sie zu bezahlen, unter anderem für ihren Sohn, ihre Tanten und Onkel. "Diese Gelegenheit ist etwas so besonderes.", sagte sie. "Ich will, dass so viele wie möglich aus meiner Familie diese Ideen kennenlernen."

Bei dieser Konferenz waren Vater und Sohn, Mutter und Tochter, zwei Generationen von Schwestern, Ehemännern und Ehefrauen anwesend. Ein besseres Verständnis der eigenen Familiengeschichte führt dazu, sich gegenseitig besser in der Familie zu akzeptieren. Veränderung der Beziehungen innerhalb der Familie führt zu besserer Kommunikation und mehr Glück innerhalb der Familie.

In Dr. Wah-Shan Chous Workshop: Versöhnung zwischen Mutter und TochterEine Mutter, Teilnehmerin von CinAm, schrieb ihrer Tochter während der Zeit des Trainings, um sich dafür zu entschuldigen, dass sie sie zu sehr kontrolliere. Später kam die Tochter zur Konferenz und sagte: "Ich kann nicht ich selber sein, ich kann keine Entscheidungen treffen, weil ich Angst habe, meine Mutter wird ärgerlich und ist von mir enttäuscht."

Die Mutter sagte: "Ich möchte meine Tochter beschützen. Ich will mein Bestes tun, um sie zu lieben. Als ich klein war, wurde ich zu einer andere Familie gegeben. Ich fühlte die Liebe meiner Eltern nicht. Ich habe nicht erkannt, dass ich durch das, was ich tat, meine Tochter verletzte." Sie wandte sich unter Tränen an ihre Tochter und sagte: "Es tut mir leid."

Familienansatz

Der Familienansatz ist eine wichtige Basis des CinA-Trainings. Die Workshops, die während der Konferenz angeboten wurden, konzentrierten sich darauf, zu lernen, tiefe persönliche Veränderung in Bereichen vorzunehmen, die Kommunikation innerhalb der Familie behindern.

Das Verständnis, wie man ein aktiver Teil der eigenen Familie sein kann, kann weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die eigene Gesellschaft haben. Lernen, zuzuhören, zu vergeben, Dinge in Ordnung zu bringen, anderen zu dienen - all dies sind Lektionen, die man lernen kann, indem man zu Hause damit beginnt. Das dem so ist, wurde im Austausch der Gruppen und bei den Diskussionen in den anschliessenden Plenarsitzungen mehr als deutlich.

Hintergrund des CinA-Programms


Der Gedanke, der hinter CinA steckt
Ren-Jou und Grace LiuIn den späten 1990er Jahren, als die Welt voller Staunen auf den schnellen Wirtschaftswachstum Chinas blickte, machten sich Ren-Jou und Grace Liu, ein junges Ehepaar mit zwei Teenagerkindern, Sorgen darüber, die wirtschaftliche Expansion in China würde zu einem spirituellen Vakuum führen. Ren-Jou sagte beispielsweise: "Wir Chinesen dienen anderen kaum. Im Allgemeinen sind Chinesen mehr daran interessiert, Profit zu machen." Grace und Ren-Jou machten sich auch darüber Sorgen, dass Chinesen in ihren eigenen Gruppen zusammenstecken, ohne sich um andere Gruppen zu kümmern.

Sie hatten das Gefühl, dieses neue wirtschaftliche Wachstum müsse durch geistliches Wachstum begleitet werden. Es fehlte an einem Geist des Dienens von Chinesen an Mitchinesen und anderen Menschen.

 Plenarsitzung: Austausch unter CinA-TeilnehmernSie hofften zutiefst auf den Aufbau eines chinesischen Teams, das bereit wäre, China und der Welt zu dienen. Sie hofften, dies könne auf der Grundlage ihrer Erfahrungen und ihrer Überzeugungen geschehen, Veränderung in der Gesellschaft könne dann sichtbar werden, wenn man sich selbst verändert und wenn man auf der Suche nach Weisheit auf das ganz leise Wispern des eigenen Herzens hören kann, um Richtung zu finden. Sie sind von der Wichtigkeit überzeugt, den Entscheidungen nach persönlicher Veränderung zu gehorchen, um neues Leben in die Familie, Gesellschaft, das Land und die Welt zu bringen.

Ren-Jou und Grace Liu, ihre erwachsene Tochter, ihr Sohn und ihre Schwiegertochter sind alle als "Lebensarbeiter" bei CinA tätig.