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Praxiserfahrung für nachhaltige Entwicklung

Erstes Caux Scholars-Programm in Indien (CSP-AP)

Praxiserfahrung für nachhaltige Entwicklung

Dienstag, 4. November 2014

Die ersten Anmeldungen sind für das neue Caux Scholars-Programm eingegangen, das im indischen IofC-Zentrum in Asia Plateau/Panchgani stattfinden wird. Zwanzig Scholars aus der ganzen Welt werden an diesem dreiwöchigen Intensivkurs teilnehmen, der vom 28. Dezember 2014 - 16. Januar 2015 durchgeführt wird. Die Teilnehmer kommen u.a. auch aus Indien, Pakistan und Afghanistan.

Babu Ayindo

Das Programm wird von Babu Ayindo, einem kenianischen Berater für den Entwurf und die Moderation von Konfliktresolution und Friedensprozessen, geleitet. Ayindo arbeitet in der Forschung und ist Ausbilder für Kunst, Friedenserziehung und Entwicklungskommunikation. Er hat in Ghana, Sierra Leone, dem Sudan, Mozambique, verschieden Ländern Europas, Korea und auf den Fidji-Inseln gearbeitet, um Konflikte vor Ort mit Hilfe von Theater und Kunst zu lösen. Ayindo war 1999 selbst Caux Scholar und inzwischen schon zwei Mal Gastprofessor des Caux Scholars-Programm in der Schweiz.

Das Caux Scholars-Programm Asia Plateau (CSP-AP) unterrichtet Studenten in der Analyse von Konflikten und der Faktoren, die sie schaffen und aufrechterhalten. Eslehrt ausserdem praktische Ansätze zur Konfliktlösung. Die Studenten werden ausserdem bei Besuchen in Panchgani durch Beobachten und Erfahrungen in Friedens- und Entwicklungsarbeit vor Ort ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln. "Durch Interaktion mit unterschiedlichen Akteuren der Friedensarbeit und praktische Erfahrungen im Bereich einer nachhaltigen Entwicklung gehen die Scholars besser vorbereitet zurück nach Hause, um Konflikten, mit denen sie in ihrem eigenen Umfeld konfrontiert werden, besser zu begegnen.", so CSP-Programmdirektorin Jitka Hromek-Vaitla.

Caux Scholars Program

Ebenfalls Teil des Lehrkörpers ist Sri Mayasabdra, der Friedensinitiativen durch das Mennonite Central Committee (MCC)-Bezirksprogramm in Asien unterstützt. Er ist Mitglied des Leitungskomitees des Mindanao-Friedensinstituts (MPI) auf den Philippinen und der Steuerungsgruppe des Northeast Asia Regional Peacebuilding Institute (NARPI). Er hat ausserdem vier Jahre lang bei NGOs im Mittleren Osten (Palästina, Israel und Syrien) in der Friedensförderung und bei Bildungsprogrammen für Frieden mitgearbeitet.

Professor Patrick McNamara, stellvertretender Leiter von IofC USA und Absolvent des CSP 1996 wird ebenfalls als Lehrer tätig sein. Er arbeitet seit 25 Jahren weltweit und in den USA mit Universitäten, Unternehmen, Regierungen, NGOs und Stiftungen zusammen. McNamara ist Besuchsprofessor für Politik und internationale Angelegenheiten an der Universität Nebraska/Omaha. Er unterrichtet Konflikt und Verhandlung, nachhaltige Entwicklung, soziales Unternehmertum und zivile Führungskultur. 2011 hat er in Indien soziales Unternehmertum unterrichtet und als Fulbright-Nehru-Stipendiat Forschungsarbeiten über Konflikte um Wasser und soziale Bewegungen durchgeführt. Er kehrt seit 2012 jährlich nach Indien zurück, um als Lehrer für soziales Unternehmertum tätig zu sein, Beamte und Unternehmensmitarbeiter im Bereich einer ethischen und guten Führungskultur auszubilden und an der Verwaltung der Wasserressourcen weiterzuarbeiten.

Ein CSP-Programm in Indien gibt hoffentlich mehr Studenten aus Asien und Afrika, wo einige der schärfsten Konflikte weltweit stattfinden, die Gelegenheit, am Programm teilzunehmen.

Der Kurs kostet nur 1000$, doch es besteht noch Bedarf an finanzieller Unterstützung für die Teilnehmer. Andere Länder haben inzwischen Interesse an Satellitenpgrammen von CSP angemeldet. Der Erfolg der Initiative in Asia Plateau könnte sich demnach aus anderswo Auswirkungen haben.

Mehr über CSP-AP finden Sie in englischer Sprache auf der Webseite von IofC Indien.