Menschen - Geschichten - Berichte

1. Internationales Forum für Friedensschaffende (IFP)

Donnerstag, 14. August 2014

"Wir sind Partner, wir sollten zusammenarbeiten."

    Wir suchen persönlichen Wandel, der uns auf eine höhere Ebene führt. Wir bemühen uns, Menschen mit gleicher Einstellung zu finden. Wir führen Gruppen zusammen, die nicht miteinander kommunizieren wollen."

- Diane Hendrick, UN-Büro der Quäker

Im Bereich des Friedenswahrung herrschen oft zwei Richtungen vor. Da gibt es diejenigen, die davon ausgehen, die Welt wird verändert, indem ein Mensch nach dem anderen verändert wird. Und dann gibt es diejenige, die davon überzeugt sind, "die Politik muss verändert werden". Bei 1. Internationalen Forum für Friedensschaffende (IFP), einer gemeinsamen Initiative von CAUX-Initiativen der Veränderung und dem Institut für Konflikttransformation und Friedensbildung (ICP), trafen Anhänger beider Denkweisen zusammen. 

Unter Mithilfe des Caux-Scholars-Programms hatte sich das Forum zum Ziel gesetzt, die Koordination zwischen Organisationen und Arbeitsbereichen innerhalb des Friedensbildungssektors zu steigern und die Widerstandsfähigkeit des Friedensschaffenden zu stärken. Im Laufe der Konferenz wurde deutlich, dass Friedenbildung all Bereiche unserer Gesellschaft umfasst, von der persönlichen zur politischen Ebene. Der Beitrag jedes Einzelnen ist wichtig, um Frieden eine Chance zu geben.

Diplomaten und Teenager, professionelle Friedensschaffende und Akademiker - sie alle kamen in einem Raum zusammen, um die Bildung von Frieden zu diskutieren. Was hatten sich diese Menschen überhaupt zu sagen? Ziemlich viel, wie bald deutlich wurde.

Im Laufe von zwei Tagen tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen bei interaktiven Veranstaltungen, Ausstellungen und Workshops aus. Während einige Menschen über ihre Erfahrungen bei der Arbeit für Nichtregierungsorganisationen berichtete, wie zum Beispiel Michelle Breslauer vom Institut für Wirtschaft und Frieden, sprachen andere von ihren Erfahrungen auf Gemeindeebene. Instruments of Peace sprach beispielsweise über ihr Projekt an der Gorey Community School in Irland, wo sie Friedens-Unterricht in ihre Arbeit im Klassenzimmer einbauen.

Barry Hart vom Zentrum für Gerechtigkeit und Friedensbildung (CJP) der Eastern Mennonite-Universität erklärte:

Friedensbildung ist vieles. Verschiedene Ebenen sind notwendig. Wenn Menschen zusammengebracht werden...aus allen Bereichen der Gesellschaft und lernen, ihre Geschichte zu erzählen und von denjenigen...Menschen zu berichten, die ihr Leben dramatisch verändert haben, dann werden sie Teilnehmer ihrer eigenen Heilung und Akteure innerhalb ihrer Gesellschaft und beugen zukünftiger Gewalt und Zerstörung vor."

Das Workshopangebot wurde daraufhin zugeschnitten. Während das Erzählen von Geschichten in den Workshops eine grosse Rolle spielte, konzentrierten sich einige der Workshops auf praktischere Anstrengungen, denen sich Friedensschaffende gegenüber sehen. Einer der Workshops, unter der Leitung von Barry Hart und Dr. Pumla Gobodo-Madikizela, handelte von Methoden für Friedensschaffende, um Müdigkeit bei Mitgefühl für anderen und Burnout zu überwinden. Andere Workshops, wie die Veranstaltung unter der Leitung des ICP, konzentrierten sich auf die Anwendung theoretischer Ansätze, um Konflikten in der Gesellschaft zu begegnen.

Daphrose Ntarataze, die den Preis "Femme exilée, femme engagée" der Stadt Genf erhalten hat, ermutigte die Teilnehmer und sagte: "Wir sind Partner, wir sollten zusammenarbeiten. Wir sind gemeinsam Partner in Menschlichkeit." Dieses Forum hat hoffentlich Räder für ein besseres Verständnis zwischen verschiedenen Bereichen der Gesellschaft in Bewegung gebracht. Und die Gesellschaft wird zweifellos von dem profitieren, was die Teilnehmer im Laufe ihrer Arbeit und Community-Gruppen gelernt haben.