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Der Tippy Tap

Eine einfache, aber effektive Erfindung findet ihren Weg von Indien nach Simbabwe

Freitag, 10. Februar 2017
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Der Tippy Tap: Einfach - und effektiv!

Von Indien nach Simbabwe

Victor Nyanhete, IofC/MRA-Koordinator des Jugendprogrammes in Simbabwe, lernte bei einer Fortbildung von Grampari/Indien den sogenannten Tippy Tap kennen, eine einfache Konstruktion, bei der die Hände auf hygienische Weise mit Hilfe eines Fusspedals gewaschen werden können und die sich vor allem in wasserarmen Gegenden bewährt hat. Victor war sich sicher, dass diese Idee auch in seinem Heimatland Simbabwe eingesetzt werden könnte, das seit einem Jahrzehnt unter Wassernot und schwierigen sanitären Bedingungen leidet.

Gebaut wird der Tippy  Tap mit einem Wasserbehälter aus Plastik, drei Metallstangen, einem Stück Seife und einer Schnur. Durch ein Fusspedal aus Holz wird der Tippy Tap in Gang gesetzt. Diese Technik reduziert die Verbreitung von Bakterien, da die Nutzer der Anlage lediglich die Seife berühren. 

Als Victor aus Indien in seine Heimatstadt Gweru zurückkehrte, organisierte er gemeinsam mit der Jugendgruppe von IofC/MRA Simbabwe die Installation von vier Tippy Tap-Stationen in Jairos Jiri Naran, einer Schule für taube und geistigbehinderte Kinder. Sie nutzten Restmaterialien, um die Handwaschanlage aufzubauen. Die Initiative war ein Erfolg, da es eine leichte, aber lustige Möglichkeit ist, Schüler und Schülerinnen zum hygienischen Händewaschen zu motivieren, ohne allzuviel Wasser zu verbrauchen.

"Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest!", lautet das Konzept, das den Programmen von IofC zugrunde liegt. Die Jugendlichen von IofC/MRA Simbabwe sind ein gutes Beispiel hierfür. Sie möchten ihr Team stärken und ausbauen und weitere Tippy Tap-Stationen aufbauen, um die Wasser- und Sanitärkrise in Simbabwe zu überwinden helfen.

Der ausführlicher Bericht (in englischer Sprachen) kann hier eingesehen werden.