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Vertrauensbildung zwischen Behörden und der Bevölkerung in Burundi

Freitag, 19. März 2021
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Zusammenarbeit für Vertrauen

In Burundi ist Initiativen der Veränderung (IofC) ein Zusammenschluss von drei Teams, die vor Ort arbeiten und sich darum bemühen, zur Förderung und dem Aufbau von Frieden beizutragen sowie Vertrauen im Land zu stärken:

  • Artisans de Paix Burundi (AdP Burundi) oder 'Creators of Peace (CoP Burundi)'
  • Association Tugenderubuntu pour la Consolidation de la Paix (ATCP) oder 'Tugenderubuntu for Peacebuilding Association'.
  • Rassemblement des Jeunes Initiateurs du Changement (RJIC) oder 'Versammlung junger Initiatoren und Initiatorinnen des Wandels'.

 

Association Tugenderubuntu pour la Consolidation de la Paix (ATCP)

Die "Association Tugenderubuntu pour la Consolidation de la Paix (ATCP)" wurde von burundischen Funktionären gegründet, die zwischen 2000 und 2013 an Friedenskonferenzen teilgenommen haben, die von Initiativen der Veränderung International in der Schweiz organisiert wurden.

ATCP wendet die von IofC gelernten Werte und die Methodik der Dialogförderung an und integriert beides in ein Projekt namens "Consolidation de la Paix au Burundi" (CPB) oder "Peacebuilding in Burundi".

Das Projekt wurde 2010 ins Leben gerufen und zunächst von der Schweizerischen Eidgenossenschaft finanziert. Derzeit wird es von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Niederlanden finanziell unterstützt.

 

Behörden und die Bevölkerung

Im ersten Quartal 2021 organisierte ATCP für lokale Verwaltungsbehörden zwölf Capacity-Building-Workshops über ein verantwortungsvolles Leadership und guter Regierungsführung. Diese Aktivitäten wurden in den Provinzen Burundis durchgeführt und zielten darauf ab, den Prozess der Friedenskonsolidierung zu unterstützen sowie durch ein ethisches Leadreship innerhalb der Verwaltungseinheiten des Landes Vertrauen aufzubauen.

 

Um dies zu erreichen, ermutigten der Referent und das Moderatorenteam die Teilnehmenden/Verwaltungsbehörden dazu:

Ehrlichkeit zu demonstrieren

Der geringste Verstoss gegen die Pflicht zur Ehrlichkeit gefährdet ernsthaft die moralischen Grundlagen des öffentlichen Dienstes. Unehrlichkeit führt dazu, dass die Bevölkerung ihr Vertrauen entzieht.

Konfliktmanagement zu praktizieren

Indem sie diese Mechanismen sowohl intern als auch im Umgang mit der Bevölkerung entwickeln und umsetzen.

Sozialen Zusammenhalt zu fördern

Jenseits ihrer Differenzen stärkt Frieden zwischen den einzelnen Mitarbeitenden der Verwaltungsbehörden das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Korruption zu bekämpfen

Jede Form der Veruntreuung von Geldern (öffentlich und/oder privat) ist eine schlechte Praxis und zerstört folglich das Vertrauen zwischen den Behörden und der Bevölkerung.

An einem Strang zu arbeiten

Zusammenarbeit hilft, Vertrauen unter Kolleginnen und Kollegen aufzubauen.

Auf gleiche Verteilung zu achten

Soziale Leistungen, die für die Bevölkerung bestimmt sind, werden gleichmässig auf alle Gruppen verteilt, ob in der Verwaltung oder nicht.